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WM-Dritter Yari Montella (Ducati): «Manchmal werden Träume wahr»
Rekordjäger Nicolo Bulega (Ducati) hat im ersten Superbike-WM-Lauf in Jerez erneut zugeschlagen und souverän gesiegt. Für die Rennen am Sonntag legt er die Messlatte für einmal nicht ganz nach oben.
Nicolo Bulega hat eine unfassbare Erfolgsquote: Kein anderer Weltmeister mit einem Titel konnte so viele Rennen gewinnen – Jerez Lauf 1 war Nummer 50! In 106 Rennen hat er 90 Podestplätze erobert und drehte 54 Mal die schnellste Runde. Nach Siegen ist er der sechstbeste Fahrer aller Zeiten, nur Jonathan Rea (119), Toprak Razgatlioglu (78), Alvaro Bautista (63), Carl Fogarty (59) und Troy Bayliss (52) sind besser. Wobei man dazu sagen muss, dass Fogarty und Bayliss zu Zeiten fuhren, als es nur zwei Rennen pro Wochenende gab, sonst wäre ihre Anzahl Siege mutmaßlich höher.
Bulega verpasste seinen eigenen Pole-Rekord auf dem Circuit de Jerez im Qualifying um winzige 0,014 sec, blieb aber über 3/10 sec vor dem Zweiten. Im Rennen führte er jeden Moment der 88,46 Kilometer und siegte 1,657 sec vor Ducati-Privatier Sam Lowes (Marc VDS) sowie Aruba-Teamkollege Iker Lecuona. Es war sein 30. Saisonsieg, der alte Rekord von Alvaro Bautista aus dem Jahr 2023 stand bei 27. Saisonübergreifend 45 Podestplätze in Folge gelangen vor ihm keinem, bezüglich Podestplätze in einer Saison (34) liegt er nun gleichauf mit Rekordhalter Jonathan Rea. 689 WM-Punkte in einem Jahr sind ebenfalls eine Bestmarke.
«50 Siege – es freut mich, dass ich das geschafft habe, bevor ich in die MotoGP gehe», erzählte der Seriensieger in kleiner Journalistenrunde in Andalusien. «Dass ich an meinem letzten Superbike-Wochenende erneut so eine Leistung zeigen kann, ist fantastisch. Mal sehen, wie es am Sonntag läuft, da soll es wechselhaftes Wetter geben. Ich habe die Meisterschaft sowie viele Rennen gewonnen und stand oft auf Pole-Position. Selbst wenn der Sonntag nicht fantastisch wird, ist das nicht so dramatisch.»
Zwei weitere Siege und Bulega würde mit Bayliss gleichziehen. «Ich weiß», schmunzelte der 27-Jährige. «Für mich ist es bereits unglaublich, dass ich meinen Namen in der Statistik mit nur zwei Siegen weniger als Troy Bayliss in seiner Nähe sehe, er ist eines meiner Idole. Ich bin erst in meinem dritten Superbike-Jahr.»
Wie fühlt er sich vor seinem letzten Tag im SBK-Paddock? «Glücklich werde ich nicht sein», meinte Nico. «Ich erfülle mir meinen Traum, in dem ich MotoGP fahren kann. Aber dieses Fahrerlager und mein Team haben mir viel gegeben. Ich werde immer mit ihnen in Kontakt bleiben und nächstes Jahr ihr größter Fan sein. Wenn ich Zeit habe, schaue ich ganz sicher vorbei.»
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