WM-Dritter Yari Montella (Ducati): «Manchmal werden Träume wahr»
Zeitweise um einen Podestplatz kämpfend musste sich Yari Montella im ersten Lauf der Superbike-WM 2026 in Jerez mit Platz 5 begnügen. Für den dritten WM-Rang reichte das dem Ducati-Privatier locker.
Eine solche Steigerung hatten Yari Montella in der Superbike-WM 2026 nur Beobachter zugetraut. Der Italiener war in seiner Rookie-Saison zwölf von 36 Rennen ausgeschieden, meistens mit einem selbst verschuldeten Sturz, und enttäuschte abgeschlagen auf dem 18. WM-Rang.
Und in diesem Jahr? Schon beim Saisonauftakt auf Phillip Island glänzte Montella im ersten Lauf als Zweiter; ab Most war der Ducati-Privatier regelmäßig auf vorderen Positionen und kam mit 14 Top-3-Ergebnissen als Gesamtdritter zum Saisonfinale nach Jerez. Nach dem ersten Lauf ist der Barni-Pilot uneinholbar.
«Schon irgendwie beeindruckend und kaum zu glauben», staunte Montella am Samstagnachmittag. «Hätte mir das jemand vor der Saison gesagt, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Aber manchmal werden Träume wahr und wer weiß, vielleicht kann ich im nächsten um den Titel kämpfen. Vielleicht auch nicht, aber man kann es nie vorher wissen.»
Für Montella und sein Team ist es eine besondere Saison. Als bester Independent-Pilot, bestes Independent-Team und als WM-Dritter kann ein privates Projekt nicht mehr gewinnen. «Wir haben den Job erledigt. Es war unser Ziel, den dritten WM-Rang nach Hause zu bringen», strahlte der Italiener. «Letztlich war es aber nur mathematisch möglich, diese Position noch zu verlieren, denn mein Vorsprung auf Alex Lowes war ziemlich groß – er hätte jedes Rennen gewinnen müssen und ich dreimal stürzen –, es war praktisch unmöglich.»
Platz 5 für Yari Montella keine Katastrophe
Ab der vierten Runde kämpfte Montella sogar mit Aruba.it-Werkspilot Iker Lecuona um Platz 3, bis er mit nachlassenden Reifen mit dem Spanier zuerst nicht mehr mithalten, und dann noch von seinem Teamkollegen Alvaro Bautista auf Platz 5 verwiesen wurde.
«Wir sind WM-Dritter, das freut mich wirklich, aber mit meinem Rennen war ich nicht zufrieden», brummte Montella. «Ich hatte große Probleme mit der Front und habe kurz vor dem Ende noch den vierten Platz verloren und bin Fünfter geworden. Aber sechs Sekunden hinter dem Sieger in den Top-5 ins Ziel zu kommen, ist keine Katastrophe.»
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