Drei Strafen für George Russell/Mercedes: Jetzt gegen Antonelli chancenlos?
Das sind schwierige Tage für den achtfachen GP-Sieger George Russell, der gleich mehrfach bestraft wird – vom Schicksal und auch von der FIA. Aber der 28-jährige Brite gibt so schnell nicht auf.
Das Pech des Einen ist das Glück des Anderen: Beim Grossen Preis von Bahrain auf dem Sepang International Circuit von Malaysia musste der Engländer George Russell wegen Motorschadens aufgeben.
Strafe Nummer 1: null Punkte statt 18. Rückstand auf WM-Leader Kimi Antonelli damit angewachsen auf 84 Punkte.
Strafe Nummer 2: Wegen des Motorplatzers braucht der WM-Vierte von 2022 und 2025 eine neue Antriebseinheit, daher Rückversetzung ans Ende des Feldes. Während es sich der junge Antonelli wohl in den ersten zwei Startreihen gemütlich machen wird.
Strafe Nummer 3: George Russell wird in Singapur mit der alten Rennwagen-Konfiguration antreten, die Mercedes bis vor dem Bahrain-GP verwendet hatte. Kimi Antonelli hingegen setzt das neue Evo-Paket ein. Mercedes will auf diese Weise mehr über die neuen Teile lernen.
Der Italiener in Singapur: «Wir glauben fest daran, dass die neuen Teile mehr Potenzial bieten. Also war ich natürlich dafür, diese Ausführung zu fahren.»
Interessanterweise empfindet Russell den Einsatz mit dem gewohnten Renner gar nicht als Strafe. Denn der 168-fache GP-Teilnehmer sagt: «Ich hatte diese Diskussion noch vor dem Rennen in Malaysia losgetreten. Und als ich dann wegen des Motorschadens aufgeben musste, da habe ich gleich gesagt – wir müssen in Singapur in unterschiedlichen Versionen fahren, um mehr zu lernen.»
«Es gab für uns keine Anzeichen dafür, dass das Upgrade nicht funktionieren würde. Und wir wissen, dass das Auto, das wir in Baku hatten, dasselbe Fahrzeug war, das wir in Budapest und Zandvoort hatten, und in Baku waren wir mit acht Zehnteln Vorsprung auf Pole, und in Budapest waren wir vier Zehntel hinter dem Schnellsten.»
«Was ich damit sagen will: Diese Schwankungen, selbst mit einem konstanten Rennwagen und mit den Rivalen in gleichbleibender Ausführung, die sind drastisch, aber in dieser Saison durchaus nicht ungewöhnlich. Wir sind zuversichtlich, dass unser Probleme in Malaysia Pisten-spezifisch waren.»
«Red Bull Racing war in Malaysia erheblich stärker als erwartet, wenn wir uns den bisherigen Saisonverlauf und das Verhältnis zu ihren Gegnern angucken. Unser Speed war – gemessen an McLaren und Ferrari – nicht aus dem Rahmen.»
«Die Strafversetzung wegen des Einbaus des frischen Motors ist eine gute Chance für diesen Vergleich mit zwei unterschiedlichen Versionen des Mercedes, und ich kann gut damit leben, mit jenem Auto anzutreten, mit dem ich in Baku gewonnen habe.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



