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FP1 Steiermark: Sergio Pérez vorn, Vettel auf P10

Beim ersten freien Training zum Steiermark-GP war Sergio Pérez der Schnellste. Max Verstappen drehte die zweitschnellste Runde, während Lewis Hamilton Platz 4 und Sebastian Vettel Platz 10 belegten.

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Zum ersten Mal in der 70-jährigen Geschichte der Formel-1-WM dürfen die GP-Stars auf dem Red Bull Ring ein zweites Rennwochenende auf der gleichen Strecke absolvieren. Und die Teams verloren keine Zeit, als sie im ersten freien Training zum Steiermark-GP loslegen durften. Die Strecke füllte sich aus gutem Grund sehr schnell, denn die Wetterprognose für den Samstag liess Schlimmes befürchten.

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Das Renault-Team teilte kurz vor dem FP1-Start mit, man rechne sogar damit, dass am morgigen Tag gar kein Qualifying stattfinden könne, weil heftige Regenfälle eine Durchführung verhindern könnten. "Wir müssen damit rechnen, dass die FP2-Zeitenliste die Startaufstellung bestimmen könnte oder das Qualifying erst am Sonntagmorgen stattfinden wird", erklärte das Team, das sein Programm für die freien Trainings deshalb angepasst hat.

Esteban Ocon, der eine ganze Reihe von Autos auf dem Weg zur Strecke anführte, sollte sich mehr auf die Qualifying-Simulation konzentrieren während Daniel Ricciardo im zweiten Renault mit mehr Sprit an Bord auf die Piste geschickt wurde. Die beiden Ferrari-Stars Sebastian Vettel und Charles Leclerc konzentrierten sich derweil darauf, das neue Upgrade aus Maranello – bestehend aus Frontflügel und Unterboden – mit der bisherigen Version des 2020er-Renners zu vergleichen.

Obwohl die Rennställe mit verkürzter Streckenzeit rechnen mussten, durften Jack Aitken im Williams von George Russell und Robert Kubica im Alfa Romeo von Antonio Giovinazzi am FP1 teilnehmen. Sie hofften auf eine erfolgreiche Session, genauso wie Max Verstappen, der einen bitteren Nuller beim ersten Kräftemessen hatte hinnehmen müssen. Die Honda-Ingenieure hatten auf die Probleme reagiert und nachgelegt, der Niederländer nutzte die Chance und setzte sich nach knapp 25 Minuten mit einer 1:06,0er-Zeit an die Spitze des Zeitenmonitors.

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Kurz darauf wurde das Feld mittels virtuellem Safety-Car eingebremst, weil Nicholas Latifi seinen Williams nach der sechsten Kurve am Streckenrand abstellen musste. Damit die Streckenposten den Renner sicher von der Bahn schaffen konnte, wurde eine Halbe Stunde nach dem Trainingsstart die rote Flagge geschwenkt. Die On-Board-Aufnahmen liessen Ex-GP-Pilot und Sky Sports F1-Experte Paul di Resta vermuten: "Das hört sich mehr nach einem Getriebe- als nach einem Motorenproblem an." Der Schotte lag damit richtig, wie das Team später bestätigte. Für den Rookie war das Training gelaufen.

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Pechvogel Kevin Magnussen: Batterie-Sorgen

Nach sechs Minuten durfte das Feld wieder ausrücken und Verstappen, der die Bestmarke vor der Unterbrechung noch auf 1:05,8 min gedrückt hatte, gehörte zu den Ersten, die sich wieder auf der Bahn zeigten. Leclerc, der offenbar mit dem neuen Unterboden unterwegs war – während Vettel den neuen Frontflügel ausprobierte – drehte die bis dato zweitschnellste Runde und reihte sich vor Sergio Pérez ein.

Doch dabei blieb es nicht lange, denn sobald die Mercedes-Piloten ausrückten, änderte sich die Reihenfolge an der Spitze: Titelverteidiger Lewis Hamilton setzte sich kurzzeitig vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas auf die erste Position, die ihm Sergio Pérez gleich wieder abnahm. Der Rennfahrer aus Guadalajara durchbrach die 1:05er-Grenze als Erster.

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Weitaus schlechter lief das Training für Kevin Magnussen, an dessen Haas-Renner ein Problem mit der Batterie auftauchte, das die Ingenieure lange beschäftigte. Der Däne hatte vor dem Auftauchen der technischen Sorgen nur drei Installationsrunden gedreht. Keinen fröhlichen Eindruck hinterliess auch Alex Albon, der sich über Funk über starkes Untersteuern beschwerte. Der Red Bull Racing-Pilot belegte zu diesem Zeitpunkt die sechste Position auf der Zeitenliste.

Sein Teamkollege Verstappen rückte als Erster auf den weichen Reifen aus, blieb auf seinem ersten Versuch allerdings trotzdem zwei Zehntel langsamer als Pérez. Den Rückstand verkürzte der 22-Jährige kurz darauf auf knapp eine Zehntel. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen beschwerte er sich über Übersteuern.

Das Tempo der Ferrari-Piloten liess auf den Soft-Reifen zu wünschen übrig: Neun Zehntel fehlten auf Red Bull Racing und Racing Point, am Vettels Renner wurde 17 Minuten vor dem Ende des Trainings noch einmal geschraubt, zehn Minuten vor Ende rückte der vierfache Champion wieder aus.

An der Spitze durfte sich nach einer letzten gelben Flagge – ausgelöst durch einen Dreher von Kvyat – Pérez mit 1:04,867 min über die Bestzeit freuen. Verstappen, Valtteri Bottas, Hamilton, Lance Stroll, Albon, Carlos Sainz, Pierre Gasly, Ricciardo und Vettel komplettierten die Top-10. Auf den weiteren Positionen folgten Kvyat, Leclerc, Ocon, Lando Norris, Kimi Räikkönen, Romain Grosjean, Aitken, Kubica, Latifi und Magnussen.

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