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Böser Verdacht von Günther Steiner: Hat Gene Haas das Interesse verloren?

Als Haas-Teamchef erreichte Günther Steiner mehrere Meilensteine. Dann musste er seinen Posten räumen. Der US-Rennstall stagniert – und Steiner stellt die Ziele von Team-Eigner Gene Haas in Frage.

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Als Günther Steiner mit dem Haas-Team in die Formel 1 einstieg, war dem Teamchef klar: Die Herausforderung, die er und seine Mannschaft meistern müssen, ist riesengross. Die Ambitionen waren klar: Er wollte mit dem US-Rennstall von Gene Haas an die Spitze der Königsklasse vordringen, und um Podestplätze und Siege kämpfen.

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Die ersten Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Bereits beim ersten GP, 2016 in Australien, schaffte es Romain Grosjean als Sechster in die Punkte. Beim darauffolgenden GP in Bahrain folgte der nächste Meilenstein: Der Genfer kreuzte die Ziellinie als Fünfter und fuhr damit den ersten Top-5-Platz für die Mannschaft von Gene Haas ein. Das erste Jahr schloss das Team auf dem achten Platz ab, und auch in der darauffolgenden Saison musste es sich mit dem achten Tabellen-Rang begnügen.

Highlight im dritten Formel-1-Jahr

Erst im dritten Jahr erfolgte dann die ersehnte Leistungssteigerung. Grosjean und Kevin Magnussen sammelten 93 WM-Zähler und bescherten dem Haas-Team damit den fünften WM-Rang. Das ist bis heute die beste WM-Platzierung der US-Mannschaft.

Steiner blieb noch fünf weitere Jahre an der Spitze des Teams, danach wurde sein Vertrag nicht mehr erneuert. Stattdessen wurde Ayao Komatsu zum Teamchef befördert. Unter der Leitung des Japaners wurde das Team 2024 WM-Siebter, im darauffolgenden Jahr WM-Achter und die letzte Saison schloss man erneut auf dem siebten Platz ab.

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Dass die Leistung zu stagnieren scheint, lässt Steiner eine böse Vermutung äussern. Er sagt im «High Performance Podcast»: «Man muss Gene Haas hier im Podcast zu Besuch haben und ihn fragen, was er mit dem Team erreichen will, denn das habe ich noch immer nicht verstanden. Wenn man in einem Sport mitmischt, dann bedeutet das für mich, dass man den Anspruch hat, ein Sieger zu sein. Das ist mein Ziel.»

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Günther Steiner betont: Dabei sein ist nicht alles

«Klar, nur einer kann siegen, das ist mir klar, aber du musst alles geben, nicht nur den Anspruch haben, dabei zu sein und mitmachen zu dürfen. So ist es doch auch im Leben. Du willst nicht einfach mitmachen, du willst Teil deines Lebens sein und Spass haben», fährt der 61-Jährige fort.

Und Steiner erinnert sich: «Am Anfang gab es einen klaren Plan. Es ist schwierig, in die Formel 1 zu kommen und sich zu halten, wie man nun auch bei Cadillac erkennen kann. Es ist nicht einfach. Wir waren schon ziemlich früh erfolgreich, und dann hatten wir auch ein paar schlechte Jahre, aber das ist in jedem Sport normal, du kannst nicht nur gute Jahre haben.»

Über seinen Ex-Chef Haas sagt der frühere Teamchef: «Du trittst gegen die Besten der Besten an, und ich weiss nicht, vielleicht hat er an einem gewissen Punkt einfach das Interesse am Sport verloren. Vielleicht hat er sich gedacht, dass es anders laufen sollte, und die Beziehung hat sich mit der Zeit einfach verschlechtert, würde ich sagen.»

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