Mercedes-Duo: Letzte Chance für den ersten Zandvoort-GP-Sieg seit 1955
Das Mercedes-Team hat erst einmal den GP der Niederlande gewonnen, und das ist schon eine ganze Weile her. Schafft es das Werksteam der Sternmarke, beim letzten Zandvoort-Kräftemessen zu triumphieren?
Der letzte GP-Sieg von Mercedes auf dem anspruchsvollen Zandvoort-Kurs ist schon sehr lange her: 1955 schaffte es Juan Manuel Fangio als Erster über die Ziellinie, nachdem er das Rennen von der Pole in Angriff genommen hatte. Sein Teamkollege Stirling Moss machte das Glück als Zweiter perfekt.
Seither konnte Mercedes auf dem Niederländischen Dünen-Kurs keinen GP-Sieg mehr feiern. Das Rennen, das mit Unterbrüchen bis 1985 und ab 2021 wieder ausgetragen wurde, gewannen seit der Rückkehr in den WM-Kalender drei Mal Max Verstappen (2021 bis 2023), einmal Lando Norris (2024) und einmal Oscar Piastri (2025).
Mehrmals nahe dran
In diesem Jahr gingen acht der bisherigen elf GP-Siege an einen der beiden Sternfahrer Kimi Antonelli und George Russell. Entsprechend gross ist die Hoffnung bei den Mercedes-Fans, dass es in diesem Jahr mit dem Sieg klappen könnte. Zumal das Rennen danach wieder aus dem WM-Kalender verschwinden wird.
Teamchef Toto Wolff sagt dazu: «Zandvoort ist seit seiner Rückkehr in den WM-Kalender eine einzigartige Herausforderung. Die Strecke ist schwer zu meistern, die Fans sorgen für eine unglaubliche Atmosphäre und die Teams und Fahrer freuen sich stets auf das Rennwochenende. Wir waren schon nah dran, haben dort in der modernen Ära aber noch nie gewonnen. Dies ist unsere letzte Chance, das zu ändern, und dieser Herausforderung möchten wir uns gerne stellen.»
Selbstkritische Einschätzung von Toto Wolff
Mit Blick auf die zweite Saisonhälfte sagt der Wiener trotz des guten Leistungsausweises in den ersten Rennen der Saison selbstkritisch: «Wir haben Punkte liegen lassen, während unsere Konkurrenten ihren Performance-Rückstand verringert haben.» Und er warnt: «Wir wissen, dass die zweite Jahreshälfte uns mehr abverlangen wird als die erste.»
«Letztlich werden beide WM-Titelkämpfe dadurch entschieden, wie gut wir die Rennen umsetzen und wie schnell wir das Auto in den nächsten zwölf Rennen weiterentwickeln können. Auch wenn wir bei den Upgrades einen etwas anderen Rhythmus als unsere Konkurrenten haben, sind wir uns bewusst, dass wir unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Und wir verfügen über einen klaren Entwicklungsplan, um das zu vollbringen»˛ ergänzt der 54-Jährige.
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