FP3 Monaco: Antonelli (Mercedes) Schnellster, Rot nach Bearman-Einschlag
In der Qualifying-Generalprobe vorm Formel-1-GP in Monaco ist erstmals am Wochenende nicht Ferrari vorn, sondern Mercedes! Kimi Antonelli war Schnellster. Oliver Bearman (Haas) schlug heftig ein.
Früh auf der Piste waren am Samstagmittag fürs FP3 in Monaco Ferrari, Racing Bulls, Cadillac und Aston Martin – und das bei 23,2 Grad Celsius Lufttemperatur und 29,1 auf dem Asphalt. Mit einer gemütlichen 1:15,184 min setzte Charles Leclerc (Ferrari) die schnellste Zeit der ersten Phase der Quali-Generalprobe.
Wieder Bremsprobleme bei Cadillac
Dann ein Funkspruch von Cadillac-Mann Valtteri Bottas: große Probleme mit der Temperatur an den Bremsen. Beim US-Neuling sorgte das direkt für Alarm: Sergio Perez hatte am Ende des FP2 am Freitag auf der Strecke stoppen müssen, weil seine rechte Vorderradbremse heftig qualmte und dann sogar Flammen schlug. Wenig später im FP3 meldete dann auch Perez Feuer an der Bremse. Diesmal vorne links. Beide Cadillacs schafften es aber in die Garage.
Während Lance Stroll eine Berührung mit der Mauer meldete, nahm die Zeitenjagd Fahrt auf: Allesamt auf Soft setzte sich George Russell (Mercedes) nach vorn (1:13,902), dahinter Lewis Hamilton (Ferrari), Lando Norris (McLaren), Kimi Antonelli (Mercedes) und die beiden Red Bull Racing-Boliden. Unter den üblichen Verdächtigen vorne fehlte entsprechend nur Oscar Piastri, der sich als 14. einsortierte.
Mercedes mischt mit
Gegen Ende der ersten halben Stunde war es ein Wechselspiel zwischen Antonelli, Leclerc und Russell um die Spitze. Ferrari hatte allerdings schon mehr Runden auf den Reifen. Hamilton meldete unterdessen, dass sein Sitz ruckele. Schon am Vortag hatte er ähnliche Probleme gehabt. Wie schon am Vortag sortierten sich die Audis mit in der ersten Hälfte ein – und Oscar Piastri hatte es mittlerweile auf Platz 4 geschafft.
Lando Norris war im zweiten freien Training mit einem «Elektronik- oder Batterieproblem« (Zak Brown) zum Stehen gekommen. Zur Problemlösung hatte McLaren einen der vier Joker gelöst, um länger in der Garage arbeiten zu dürfen.
Mehrere Fahrer mit kleinen Patzern
Dann kurz Gelb! Franco Colapinto drehte sich in der Haarnadelkurve. Und Liam Lawson funkte: «Ich hatte gerade einen ziemlichen Moment in der Schwimmbadschikane.» Wenig später musste Albon im Notausgang auf dem Weg rauf zum Casino wenden.
In den beiden ersten Trainings am Freitag war jeweils Ferrari die Doppelspitze gewesen. Im FP1 lag Lokalheld Charles Leclerc vor Lewis Hamilton, in der zweiten Session umgekehrt, also Hamilton vor Leclerc. Dritter war jeweils Max Verstappen (Red Bull Racing).
In der dritten Trainingssession wollte Mercedes aber eindeutig mitmischen: Kimi Antonelli setzte mit einer 1:12,720 eine Spitzenzeit! Und mit einem besseren letzten Sektor wäre da vielleicht sogar noch mehr drin gewesen.
Bearman-Crash! Rote Flagge!
Eine Viertelstunde vor Schluss dann wie schon am Freitag wieder die rote Flagge! Oliver Bearman verlor vorm Casino die Kontrolle, drehte sich halb und schlug mit dem Heck hart ein. Bearman gab direkt durch: «Ich bin okay», entschuldigte sich beim Team, das ihm versprach, das Auto für die Quali wieder repariert zu bekommen. Als Vorsichtsmaßnahme wurde Bearman vom Medical-Car eingesammelt. Weil viele Trümmerteile über die Strecke verteilt waren, gab’s Rot! Der Haas wurde mit dem Kran rausgehoben.
Weil die Leitplanke beim Unfall getroffen wurde, dauerte die Unterbrechung elf Minuten. Nur vier Minuten also noch zu fahren. Weil Albon einmal in den Notausgang kurvte, kam kurz Gelb, dann auch schon die Zielflagge. Antonelli blieb Schnellster, dahinter Leclerc und Hamilton. Russell Vierter, Verstappen Fünfter. Nico Hülkenberg 10.
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