Andrea Adamo (Red Bull KTM): «Das erste MXGP-Podium war besonders»
Mit seinem ersten Grand-Prix-Podium in der MXGP hat red Bull KTM-Werksfahrer Andrea Adamo eine wichtige Barriere genommen. Die Leistungskurve des Sizilianers zeigt steil nach oben.
Andrea Adamo ist einer der Rookies in der MXGP und eine der Überraschungen der Saison. Mit Blick auf die Altersgrenze hätte der Sizilianer noch ein weiteres Jahr in der MX2 bleiben können, doch er entschied sich anders und wechselte wie Kay de Wolf vorzeitig in die Premiumklasse. «Der Weg in die MXGP ist ohnehin vorgezeichnet. Deshalb habe ich diesen Schritt vollzogen und ich denke, es war eine gute Entscheidung.»
Erstes MXGP-Podium seiner Karriere
Im Talkessel stand er zum ersten Mal in seiner Karriere auf dem MXGP-Podium. Mit einem 7-3-Ergebnis stand er auf dem zweiten Podiumsplatz hinter Doppelsieger Lucas Coenen (KTM). Natürlich profitierte Adamo von den Problemen der Top-Favoriten: Jeffrey Herlings (Honda) fiel im ersten Lauf mit technischem Defekt aus. Romain Febvre stürzte im ersten Lauf und musste mit defekter Kupplung auf Platz 17 Schadensbegrenzung betreiben. Nach seinem Crash in der ersten Runde des zweiten Laufs pulverisierte auch Tim Gajser (Yamaha) seine Podiumschancen und Tom Vialle (Honda) war nach seinem Crash in Lacapelle-Marival in Teutschenthal gar nicht erst am Start.
Das schmälert die Leistung von Andrea Adamo nicht. Im Gegenteil, denn Konstanz über ein Wochenende ist bekanntlich ebenso wichtig wie purer Speed. Im ersten Lauf fiel er nach einer Kollision mit Ruben Fernandez in der vierten Runde von Rang 4 auf Platz 9 zurück und beendete das Rennen auf Platz 7.
Über den Crash mit Fernandez
«Bei dem Crash mit Ruben Fernandez habe ich leider einige Punkte liegengelassen, sonst wäre es in Deutschland noch besser gelaufen», erklärte der Sizilianer. Nach dem Start zum zweiten Lauf übernahm Adamo in der ersten Runde sogar die Führung, wurde dann aber von Lucas Coenen und Jeffrey Herlings abgefangen, aber Platz 3 reichte am Ende für den zweiten Platz in der Gesamtwertung. «Die Intensität in den MXGP-Rennen ist verdammt hoch», erklärte er. «Von Außen scheint die MX2 intensiver zu sein, aber alle Fahrer der MXGP fahren so clever, so dass das Überholen noch schwieriger als in der MX2 ist.»
Andrea Adamo über seine Zukunft
Angesprochen auf seine Ziele sagte Adamo: «Der nächste Schritt sind Führungsrunden. Ich will den Speed aufbauen, dass ich ein MXGP-Rennen auch über mehrere Runden anführen kann. Wenn ich das erreicht habe, kann ich vielleicht auch an Laufsiege denken. Aber ich weiss, dass ich immer noch in der Lernphase bin. Ich muss einen Schritt nach dem anderen gehen.»
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