EWC Spa (Start): BMW vorn, zwei Spitzenteams mit Stürzen!
Dramatischer Start der 8 Stunden von Spa: BMW erlebte einen guten Start, doch für SERT und Autorace Ube begann das Rennen mit Rückschlägen. YART verlor beim Start viel Zeit, kämpfte sich aber zurück.
Pünktlich um 13:00 Uhr gingen die 44 Teams der Langstrecken-WM in die 8 Stunden von Spa. Das BMW-Werksteam mit der Nummer 37 startete von der Pole-Position in den zweiten EWC-Lauf der Saison 2026. Die Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter von YART nahmen das Rennen von Startplatz 2 auf, dahinter folgte mit F.C.C. TSR Honda der Vorjahressieger.
Zum Rennstart präsentierte sich der knapp sieben Kilometer lange Ardennen-Kurs komplett trocken, über der Strecke hingen jedoch dichte Wolken. Die Prognosen der Reifendienste kündigten eine Regenfront an, die etwa zwei Stunden nach Rennbeginn Spa-Francorchamps erreichen sollte.
Für BMW übernahm Markus Reiterberger den Start und kam hervorragend weg. Bei YART saß Karel Hanika auf der Yamaha R1, musste beim Start jedoch eine kleine Verzögerung hinnehmen und fiel zunächst auf den elften Rang zurück. An der Spitze führte zu Beginn der ersten Runde Gregg Black auf der SERT-Suzuki das Feld an, doch Reiterberger ließ nicht lange auf sich warten und übernahm noch im Verlauf des ersten Umlaufs die Spitze.
Honda angriffslustig: Perolari übernimmt die Führung
Der BMW-Werkspilot kontrollierte zunächst das Tempo, bekam aber schnell Gesellschaft. Honda-Fahrer Corentin Perolari präsentierte sich ausgesprochen angriffslustig, fuhr die bis dahin schnellste Rennrunde und blieb in Schlagdistanz zur führenden BMW.
Nach fünf Runden hatte sich eine fünf Fahrer starke Spitzengruppe gebildet: Markus Reiterberger auf der Werks-BMW, Corentin Perolari auf der TSR-Honda, Gregg Black auf der SERT-Suzuki, Roman Ramos auf der Kawasaki von Webike sowie Autorace-Ube-BMW-Pilot Sylvain Guintoli trennten lediglich 1,2 Sekunden. Dahinter arbeitete sich Karel Hanika nach seinem verpatzten Start bereits wieder bis auf Rang 6 nach vorne.
Zu Beginn von Runde 8 gab es einen Führungswechsel. Reiterberger hatte sich in La Source verbremst und Perolari nutzte die Chance, um sich an die Spitze zu setzen. Das schnellste Motorrad war allerdings die YART-R1, die sich mit schnellsten Rennrunden an die Führungsgruppe arbeitete.
Stürze von Sylvain Guintoli und Gregg Black
Am Ende von Runde 8 verabschiedete sich Guintoli mit einem Fehler in der Schikane aus der Führungsgruppe. Eine halbe Runde später stürzte der erfahrene Franzose in Kurve 8. Guintoli brachte die lädierte BMW M1000RR zurück an die Box von Autorace Ube.
Es ging dramatisch weiter. Nach einer halben Stunde kam SERT-Pilot Gregg Black in Kurve 6 zu Sturz. Ein herber Rückschlag für die WM-Zweiten. Black konnte die Suzuki GSX-R1000 wieder aufrichten und das Rennen fortsetzen. Er steuerte die Box für eine kleine Reparaturpause an. In der SERT-Box wurde eifrig geschraubt. Die Mechaniker montierten einen neuen Endschalldämpfer und erneuerten die beschädigte Verkleidung.
Die Autorace-Ube-BMW wurde nach einer Reparaturpause aus der Box gerollt. Doch die M1000RR sprang nicht an. Das Team verlor weitere wertvolle Zeit. Naomichi Uramoto konnte das Motorrad in Gang bringen und begann seinen Stint. Während SERT und Autorace Ube mit Problemen kämpften, duellierten sich BMW und Honda um die Führung.
Nach 40 Minuten kamen die ersten Teams an die Boxen. Beim Team Bolliger Switzerland kam es zu einer kuriosen Szene: Nico Thöni fiel mit der Kawasaki ZX-10RR um. Seine Mechaniker halfen, die Maschine wieder aufzurichten.
Überraschung: Kawasaki am effizientesten!
Auch die führende Honda kam an die Box. Reiterberger blieb auf der Strecke und fuhr eine Runde länger, bevor er die BMW an Steven Odendaal übergab. Reiterberger war mit seinem ersten Stint zufrieden, berichtete aber, dass der Grip geringer war als am Freitag.
Während BMW, Honda und Yamaha bereits gestoppt hatten, blieb Kawasaki deutlich länger auf der Strecke. Roman Ramos brachte die Webike-Kawasaki erst nach 50 Minuten an die Box zum Stopp. Durch den Stopp übernahm BMW die Führung.
Die Reihenfolge nach dem ersten Boxenstopp: BMW vor F.C.C. TSR Honda, YART, Webike-Kawasaki und Marc-VDS-Yamaha. Das Aprilia-Team Revo-M2 führte die Stockwertung an und lag auf einem beeindruckenden siebten Platz.
Der Zwischenstand nach 1 Stunde Fahrzeit:
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BMW Endurance (Reiterberger, Van der Mark, Odendaal), BMW M1000RR, 25 Runden
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F.C.C. TSR Honda (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R, +5,583 sec
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YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +8,700
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Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, +8,913
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Marc VDS (De Puniet, Marino, Bendsneyder), Yamaha R1, +1 Runde
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Tati Team AVA6 Racing (Clere, Vinales, Di Meglio), Honda CBR1000RR-R, +1 Runde
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Revo-M2-Aprilia (Calia, Saltarelli, Ferroni), Aprilia RSV4, +1 Runde (STOCK)
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ERC Endurance (Schrötter, Foray, Jähnig), BMW M1000RR, +1 Runde
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Team Bolliger Switzerland (Thöni, Toledo, Artigas), Kawasaki ZX-10RR, +1 Runde
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TRT27 AZ Moto (Ward, Oliver, Lahti), Honda CBR1000RR-R, +1 Runde
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