Ferrari-Teamchef Vasseur zum WM-Kampf: Rangliste kann sich schnell ändern
Ist Red Bull Racing nach zwei Siegen in Serie plötzlich das Team, das es zu schlagen gilt? Ferrari-Teamchef Fred Vasseur erklärt, wie er die Lage unter den Top-Teams derzeit einschätzt.
Nach dem Singapur-Rennwochenende in der Formel 1 ist klar: Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat in Austin seine erste Chance auf den Fahrer-WM-Titel. Bei den Teams dagegen scheint mehr und mehr offen zu sein. Die Lage mit (so das Saisonfinale wie geplant in Katar und Abu Dhabi stattfinden kann) sechs noch zu fahrenden Rennen: Mercedes ist mit 578 Punkten Erster, gefolgt von Ferrari mit 444 Punkten, McLaren mit 339 und Red Bull Racing mit 332 Zählern. 258 Punkte kann ein Team maximal noch holen. Rechnerisch ist also noch einiges möglich.
Max Verstappen hat jetzt zwei Rennen in Folge gewonnen, Red Bull Racing scheint seit dem Rennen in Baku das Auto enorm nach vorne gebracht zu haben. Mercedes dagegen tat sich mit einem noch nicht zündenden Upgrade zuletzt schwer, McLaren hatte in Singapur wieder mit teaminternen Querelen zu kämpfen. Sind die Österreicher jetzt plötzlich das Team, das es für Ferrari zu schlagen gilt?
Ferrari-Teamchef Vasseur: So ist die Lage
Scuderia-Teamchef Fred Vasseur erkennt zwar die enorme Leistungssteigerung an, doch sieht die Lage an der Spitze der Formel 1 komplexer. Der Franzose: «Ehrlich gesagt, sie schlagen sich sehr gut, aber sie sind nicht das Team, das es zu schlagen gilt.» Er betont das «das», Red Bull Racing ist also eines der Teams, die es zu schlagen gilt – aber eben nicht das einzige.
Vasseur: «Ich denke, wir müssen uns mit McLaren und Mercedes messen. Wenn man sich den Saisonstart ansieht: Mercedes war zunächst überragend, dann haben wir aufgeholt, dann hat McLaren aufgeholt, dann hat Red Bull aufgeholt. Ich glaube, das ändert sich gerade, denn oft liegen vier Teams innerhalb von zwei Zehnteln. Das bedeutet: Wenn jemand nächste Woche ein Upgrade mitbringt, kann sich die Rangliste ändern. Aber das Wichtigste ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren und nicht an die anderen zu denken.»
Mit Blick auf das eigene Team gab es in Singapur viel zu diskutieren. Lewis Hamilton fiel auf Podiumskurs zurück, weil er sich entschied, unter virtuellem Safety-Car nicht zum Reifenwechsel zu kommen und stattdessen am Eingang der Boxengasse vorbeifuhr –
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





