Marc Marquez kritisiert MotoGP-Promo-Stress: «Wir sind Sportler»
Mehr Reichweite, mehr Termine: Marc Marquez unterstützt das Wachstum der MotoGP, sieht aber Grenzen bei der Belastung der Fahrer. Besonders der volle Zeitplan am Rennsonntag beschäftigt ihn.
Die MotoGP will wachsen und ihre Stars für Fans und Sponsoren zugänglicher machen. Für die Fahrer bedeutet das zusätzliche Verpflichtungen an ohnehin dicht gefüllten Rennwochenenden. Marc Marquez stellt die Vermarktung der Meisterschaft nicht grundsätzlich infrage. Er fordert aber, die sportlichen Bedürfnisse der Piloten stärker zu berücksichtigen.
In Mandalika wurde der Ducati-Werkspilot auf eine angekündigte Geldstrafe von 5.000 Euro für das Versäumen einer Promotion-Aktivität angesprochen. Seine Antwort konzentrierte sich weniger auf die Höhe der möglichen Sanktion als auf die grundsätzliche Frage, wie viel zusätzliche Belastung den Fahrern zugemutet werden sollte.
«Als Fahrer wollen wir, dass die MotoGP wächst und immer größer wird. Ich bin der Erste, der das möchte. Aber ich denke, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, unseren Sport wachsen zu lassen, ohne die Fahrer so stark unter Druck zu setzen. Das ist mein Eindruck», erklärte Marquez.
Wenig Luft zwischen den Terminen
Bereits beim vorherigen Rennwochenende in Motegi hatte der Spanier
Seine aktuellen Aussagen zeigen, dass es ihm nicht nur um eine einzelne Veranstaltung geht. Zu den offiziellen Terminen der Meisterschaft kommen Verpflichtungen gegenüber den Partnern seines Teams und die Arbeit mit den Ingenieuren. Besonders am Sonntag bleibt zwischen den einzelnen Programmpunkten wenig Luft.
«Wir haben inzwischen sehr viel zu tun, denn es geht nicht nur um die MotoGP-Termine. Während des Wochenendes haben wir auch Sponsorentermine und Besprechungen. Am Sonntag kommt das Warm-up dazu. Danach ziehen wir uns schnell um, es geht zur Fahrerparade, dann zum Hero Walk mit sehr vielen Menschen. Anschließend kommen wir zurück und haben eine weitere Besprechung zum Warm-up, weil vorher keine Zeit dafür war», schilderte Marquez.
Neuer MotoGP-Zeitplan sorgt für zusätzlichen Stress
Gerade diese Nachbesprechung gehört zur unmittelbaren Vorbereitung auf das Rennen. Die Eindrücke aus dem Warm-up müssen mit den Daten abgeglichen und mögliche letzte Anpassungen besprochen werden. Gleichzeitig benötigen die Fahrer Zeit, um sich körperlich und mental auf die Renndistanz vorzubereiten.
«Unterm Strich sind wir Sportler. Im kommenden Jahr wird der Zeitplan noch voller. Die Zeit im Rennen und auf der Strecke bleibt gleich, aber alles wird intensiver», betonte der Spanier mit Blick auf den
Marquez unterstützt damit das Ziel einer größeren MotoGP, fordert bei der Umsetzung aber mehr Augenmaß. Die Fahrer sind die wichtigsten Gesichter der Meisterschaft. Für ihn muss ihnen zwischen den öffentlichen Auftritten dennoch genügend Raum bleiben, ihre eigentliche Aufgabe zu erfüllen: auf der Rennstrecke Höchstleistungen zu bringen.
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