Toto Wolff: So geht es nach Problemen mit dem Mercedes-F1-Upgrade weiter
Fährt Mercedes weiter mit dem Upgrade aus Sepang? In Singapur hatten die Stuttgarter die Autos aufgeteilt. Teamchef Toto Wolff erklärte nach dem F1-Rennen in Singapur, wie es in Austin weitergeht.
Mercedes hatte vorige Woche in Sepang ein großes Upgrade-Paket ans Auto gebracht. Es war das erste große Set mit Neuerungen seit Mai. Das Problem: Am ersten Rennwochenenden funktionierte das Upgrade überhaupt nicht gut,
Mercedes: In Singapur aufgeteilt – und in Austin?
Ganz so schlimm ist es aber wohl doch nicht, man groovt sich offenbar langsam ein mit den neuen Teilen. Nachdem in Singapur die Fahrer unterschiedlich versorgt wurden wurden (George Russell fuhr mit dem alten Auto, Kimi Antonelli mit dem Upgrade), entschied man sich jetzt offenbar dafür, mit dem Upgrade weiterzumachen – Stand nach dem Rennen.
Wolff erklärte unmittelbar nach dem Singapur-GP: «Als wir ins Wochenende gestartet sind, haben wir einen für die Branche höchst ungewöhnlichen Schritt gewagt und zwei verschiedene Autos eingesetzt, weil wir der Meinung waren, dass wir unsere Lernkurve beschleunigen müssen. Und das war gut so.»
Wolff: Neues Auto mit anderer Philosophie
Wolff stellte fest: «Wenn ich jetzt auf das Rennen zurückblicke, denke ich, dass dieses neue Auto eine ganz andere Abstimmungsphilosophie benötigt als das vorherige. Das ist es, was wir im Moment lernen.»
Nach einem Blick aufs Klassement könnte man meinen, das neue Paket sei klar besser: Kimi Antonelli wurde damit Dritter, George Russell wurde mit dem alten Auto nur Neunter. Das täuscht allerdings, weil Russell eine Motorenstrafe nehmen musste und auf Startplatz 21 strafversetzt worden war (und im Sprint crashte). Die Erkenntnisse basieren auf Daten, nicht den reinen Platzierungen.
Wolff über das Mercedes-Upgrade
Wolffs Zwischenfazit nach Singapur (was ein Sprintwochenende war und daher nur ein begrenzt Lernoptionen bot): «Ist es ein einfaches Auto so wie das vorherige? Ich glaube nicht. Hat es die Leistung, die wir uns von dem Upgrade erhofft hatten? Ich glaube noch nicht, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung. In Austin werden wir sehen, ob wir das weiter festigen können und ob es tatsächlich mehr Leistung bringt, denn das ist entscheidend für die Entwicklungsrichtung im nächsten Jahr.»
Mit Blick auf das Rennen in den USA in knapp zwei Wochen sagte Wolff: «Der aktuelle Stand ist, dass wir wahrscheinlich die neue Version in Austin einsetzen wollen. Die Fahrer sind der Meinung, dass sich das positiv auswirken oder in Austin von Vorteil sein dürfte, und ich denke, was das Lernen für das nächste Jahr angeht, ist das auch der richtige Weg.»
Wolff betonte aber, dass er zum Zeitpunkt seiner Medienrunde noch nicht in allen Debriefs mit den Ingenieuren gewesen sei. Wolff am Sonntag: «Ich sage das, bevor sich die Experten morgen und übermorgen zusammensetzen, um zu klären, ob das tatsächlich die Richtung ist, die wir einschlagen wollen.» Es bleibt also noch spannend – aber Wolff klingt definitiv positiver als noch in Sepang.
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