Verstappen-Kollege Isack Hadjar: Punkt nach Boxengassen-Start
Isack Hadjar hatte am Formel-1-Wochenende in Singapur wirklich alles: Motorschaden, Getriebeprobleme, Boxengassen-Start. Doch Red Bull Racing-Pilot biss sich durch, holte einen Punkt für sein Team.
Während Max Verstappen in Singapur Sprint und Rennen gewann und jeweils auch im Qualifying Schnellster war, lief bei seinem Red Bull Racing-Teamkollegen Isack Hadjar alles schief, was schiefgehen konnte: Der Franzose fiel im Sprint mit einem Motorschaden aus. Im Qualifying für den GP hatte er Getriebeprobleme, konnte keine Zeit setzen und musste aus der Boxengasse in den Grand Prix von Singapur starten. Immerhin: Er kämpfte sich auf einer Strecke, auf der Überholen äußerst schwierig ist, auf Platz 10 vor und holte so einen Punkt.
Hadjar: Singapur-Punkt fürs Team!
Großer Jubel auf der Verstappen-Seite der Red Bull Racing-Garage. Und auf der anderen Seite die Frage: Wie viel Pech kann man eigentlich haben? Hadjar sagte nach dem Rennen: «Es hat viel Arbeit von allen auf meiner Seite der Garage gebraucht, diesen einen Punkt zu holen. Das ist ein Punkt fürs Team! Ich bin ihnen sehr dankbar für die Wende.»
Trotzdem ließ sich Hadjar nicht unterkriegen, zog ein erstaunlich positives GP-Fazit: «Wir haben ganz klar das Tempo. Das hat Max gezeigt. Herzlichen Glückwusch an ihn. Ich weiß, dass er diesen Sieg so sehr gewollt hat.» Für Verstappen war es sein erster Sieg in Singapur. Damit hat der Niederländer nun auf allen Rennstrecken des derzeitigen F1-Kalenders gewonnen mit Ausnahme des Madring, auf dem dieses Jahr erstmals gefahren wurde.
Hadjar sagte trotz allem nach dem Singapur-GP, in dem er sich ja immerhin von Platz 22 auf 10 vorarbeitete: «Es hat Spaß gemacht. Von hinten zu kommen und so viele Autos zu überholen, macht immer Spaß. Ich wollte natürlich in die Punkte kommen, aber auf einem Kurs, wo sich ein so langer Zug mit Autos bilden kann, war ich mir nicht sicher, ob das klappen würde. Das Auto war schnell, also konnte ich mich durcharbeiten.»
Red Bull Racing-Teamchef Mekies lobt
Sein Teamchef Laurent Mekies sagte: «Isack hat ein starkes Rennen vom Ende des Feldes abgeliefert. Er hat alles gegeben, ist aggressiv gefahren und hatte Chancen und hat ein starkes Tempo gezeigt. Wir haben ihm nach einem schwierigen Wochenende nicht die Gelegenheit gegeben, wirklich zu kämpfen, weil wir so viele Probleme am Auto hatten, aber es war schön zu sehen, dass er für seine Mühe belohnt wurde. Respekt auch an seine gesamte Crew, die brillant auf jede Herausforderung reagiert hat und unermüdlich gearbeitet hat, das Auto jede Session wieder auf die Strecke zu bekommen.»
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