Gene Haas: «Paydriver-Modell geht nicht auf»
Formel-1-Teambesitzer Gene Haas schliesst die Verpflichtung eines Paydrivers nicht kategorisch aus. Der Amerikaner betont aber auch, dass sein Business-Modell andere Einnahmequellen vorsieht.
Das Haas-Team startete mit Formel-1-Routinier Romain Grosjean und Ferrari-Junior Esteban Gutiérrez ins GP-Abenteuer. Während der Genfer für seinen Einsatz für die US-Truppe Geld kassierte, brachte sein mexikanischer Nebenmann eine hübsche Mitgift mit – bezahlt von seinen Sponsoren und Technik-Partner Ferrari.
Doch weil die erhofften Ergebnisse auf Gutiérrez' Seite der Box ausblieben, wurde der 26-Jährige aus Monterrey nach bloss einem Jahr durch den früheren McLaren-Zögling Kevin Magnussen ersetzt. Der 24-jährige Däne wird auch 2018 an der Seite von Grosjean für Haas auf Punktejagd gehen, wie das Team schon früh bestätigte.
Und das, obwohl Ferrari aktiv nach Formel-1-Cockpits für seine Junioren Antonio Giovinazzi und Charles Leclerc sucht und sicher bereit wäre, für den Einsatz des Italieners oder des Monegassen zu bezahlen. Doch diese Rechnung geht nicht auf, wie Teambesitzer Gene Haas vorrechnet. "Wir schliessen eine Verpflichtung eines Paydrivers nicht kategorisch aus, aber für unser Business-Modell macht das einfach wenig Sinn."
"Es ist kein Geheimnis, dass es rund 60 Millionen Dollar braucht, um ein Auto eine Saison lang in der Formel 1 einzusetzen. Und wenn jemand – nicht nur Ferrari – dir einen Fahrer gibt und dir fünf oder sechs Millionen Dollar dafür gibt, dann besteht immer noch ein Defizit von 54 oder 55 Millionen Dollar", weiss der erfolgreiche Geschäftsmann.
"Wir sind seit jeher der Ansicht, dass wir Punkte holen wollen, um Geld zu verdienen und nach vorne zu kommen. Unser Business-Modell sieht diese Einnahmequelle vor. Und ich denke, Ferrari respektiert das", ist sich Haas sicher.
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