MotoGP-Held oder Superbike-Ass? Ducati und das «Race of Champions»
Bagnaia, Bulega, Marquez – oder «Diggia»? Während an der Adria der Sommer und der runde Ducati-Geburtstag gefeiert werden, bereiten sich die besten Racer auf den WDW-Höhepunkt vor.
WDW – «World Ducati Weekend» – das größte Ducati-Treffen läuft längst auf voller Drehzahl. In bereits fester Tradition feiert sich die Marke aus Bologna auf der gut eine Stunde entfernten Rennstrecke von Misano.
Spätestens seitdem Ducati das Kommando in den beiden wichtigsten Rennserien auf Asphalt und auf zwei Rädern übernommen hat, stehen die Helden von Ducati Corse im Zentrum des Markenfestivals, das den Abschnitt der Adria zwischen Rimini und Cattolica am ersten Juli-Wochenende ohne Pause mit Desmo-Getöse beschallen wird.
Am lautesten geht es auf dem Ring selbst zu. Höhepunkt ist auch 2026 das Race of Champions. Hier heißt es für offizielle Ducati-Assen, ganz gleich, ob aus MotoGP, Superbike-WM oder nationalen Meisterschaften – antreten. Entschuldigt sind neben dem soeben Vater gewordenen Iker Lecuona das angeschlagene Gresini-MotoGP-Duo mit Alex Marquez und Fermin Aldeguer.
Im Qualifying geht dennoch die gegenwärtige Elite der Rennabteilung an den Start: Marc Marquez, Pecco Bagnaia, Fabio Di Giannantonio und Franco Morbidelli. Hinzu kommen die Fahrer aus der Superbike-WM: Nicolo Bulega, Alvaro Bautista, Yari Montella, Lorenzo Baldassarri, Alberto Surra, Tarran Mackenzie und Tommy Bridewell. Komplettiert wird das Startfeld durch Hafizh Syahrin (Asia Superbike Championship), Josh Waters (Australian Superbike Championship), PJ Jacobsen (MotoAmerica) und den Deutschen Lukas Tulovic (Euro Moto).
Beeindruckend ist der Aufwand, mit dem Ducati den Wettstreit der besten Rennfahrer betreibt und inszeniert. Die V4S-Superbikes entstammen der Serienproduktion, werden individuell vorbereitet und im Design der Teamstrukturen an den Start gebracht. Der Aufwand unterscheidet sich nur wenig von einem Renneinsatz – denn es geht ausdrücklich nicht um eine Parade, sondern um die beste Rundenzeit.
Die drei schnellsten Ducati-Racer des letzten Vergleichs sind auch 2026 wieder am Start. Im Sommer 2024 triumphierte MotoGP-Champion Pecco Bagnaia vor Superbiker Nicolo Bulega und Marc Marquez. Nicht am Start ist dagegen der Pole-Setter Andrea Iannone. Ab 15.45 Uhr geht es in Misano um die besten Startplätze. Renntag ist Sonntag – ab 12 Uhr geht es um den Sieg und die Frage – wer ist der schnellste Ducati-Fahrer der Welt.
Das Race of Champions am Sonntag und das Qualifying am Samstag werden live auf dem YouTube-Kanal von Ducati übertragen. SPEEDWEEK.com stellt dafür jeweils den Livestream zur Verfügung.
Race of Champions, Qualifying (4. Juli, 15.45 Uhr):
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