GP-Veteran Johnny Herbert: Harte Kritik an Verhalten von Max Verstappen
Ex-GP-Pilot Johnny Herbert hat schon oft Kritik an Max Verstappens Fahrweise geäussert. Diesmal kritisiert der 61-jährige Brite aber den vierfachen Weltmeister für dessen Verhalten neben der Strecke.
Es war auch die wiederholte Kritik an Max Verstappen, die Johnny Herbert schliesslich den Job als FIA-Rennkommissar kostete. Der Engländer war lange als regelmässig als FIA-Regelhüter im GP-Zirkus tätig. Zusätzlich äusserte er sich als Formel-1-Experte immer wieder in den Medien – und sparte dabei nicht mit Kritik an einigen Fahrern, darunter auch Max Verstappen.
Das kam natürlich nicht überall gut an, so ärgerte sich etwa Jos Verstappen über die Doppelrolle, die der ehemalige GP-Pilot einnahm. «Ich denke, ein Steward sollte gar nicht mit der Presse reden», erklärte der Vater des vierfachen Champions. Auch viele Fans des Red Bull Racing-Stars störten sich an der Kritik, die Herbert immer wieder äusserte.
Schliesslich gab der Autosport-Weltverband FIA zu Beginn des letzten Jahres bekannt: «Mit Bedauern geben wir heute bekannt, dass Johnny Herbert nicht mehr das Amt des Formel-1-Rennkommissars für die FIA ausüben wird. Johnny wird allseits sehr respektiert und er brachte unschätzbare Erfahrung und Expertise in seine Rolle ein.»
«Nach einer Diskussion wurde jedoch einvernehmlich festgestellt, dass seine Aufgaben als FIA-Steward und die eines Medienberichterstatters nicht miteinander vereinbar sind. Wir danken ihm für seinen Dienst und wünschen ihm alles Gute für seine künftigen Projekte", hiess es im entsprechenden FIA-Statement weiter.
Anhaltende Kritik an Max Verstappen
Das Red Bull Racing Team betonte, dass Verstappen nichts mit der FIA-Entscheidung zu tun hatte. Und Herbert äusserte sich auch nach dem Ende seiner Tätigkeit als Regelhüter regelmässig zum Geschehen in der Königsklasse. Die Kritik an Verstappen ist nicht leiser geworden. Jüngster Grund für seine klaren Worte war die Kritik von Verstappen an der neuen Formel 1.
Der 61-Jährige ätzte im Podcast «Stay On Track» im Gespräch mit Damon Hill auf die Frage des 1996er-Weltmeisters, ob Verstappen nicht einfach die Klappe halten und fahren sollte: «In vielerlei Hinsicht, ja. Denn es ist immer sehr schön, wenn du im besten Auto sitzt. Und es ist ein bisschen ein Kampf, wenn du nicht das beste Auto hast.»
Verstappen habe bisher keine schlechte Karriere gehabt, fügte der GP-Veteran, der in zwölf Formel-1-Jahren drei GP-Siege feiern konnte, an. «Es gibt immer noch viel, dass er in der Formel 1 erreichen kann, etwa einen weiteren WM-Titel, oder deren drei. Aber die Diplomatie gehört nicht zu seinen stärken.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach




