Günther Steiner: «Hinter den Verstappen-Siegen steht dieser Mann»
Der langjährige Haas-F1-Teamchef Günther Steiner spricht darüber, wie Red Bull Racing mit Max Verstappen wieder auf die Siegerstrasse zurückgekommen ist. Der 61-jährige nennt einen wichtigen Faktor.
Der Verstappen-Express rollt wieder auf Volldampf: Pole-Position beim Bahrain-GP in Malayia, dann erster Saisonsieg. Pole-Position beim Sprint von Singapur, dann 14. Sprint-Volltreffer. Pole-Position beim Qualifying zum Singapur-GP, dann erster Triumph beim beliebten Nachtrennen, der 73. Grand Prix-Sieg von Verstappen insgesamt.
Auch der frühere Haas-F1-Teamchef Günther Steiner hat die vergangenen Läufe mit grossem Interesse verfolgt. Im Podcast Red Flags spricht der 61-jährige Südtiroler über die gegenwärtig tolle Form des Rennstalls aus Milton Keynes.
Steiner sagt: «Für mich spielt dabei Teamchef Laurent Mekies eine ganz elementare Rolle. Er hatte ein Team übernommen, das ein bisschen ausser Kontrolle geraten war. Der gute Laurent hat das geregelt, immer freundlich, stets mit einem Lächeln auf den Lippen, in jeder Situation höflich.»
«Mekies ist nie aus der Haut gefahren, selbst dann nicht, als sich Max Verstappen bitterlich beklagt hat. Nein, Laurent hat einfach in aller Ruhe weitergearbeitet. Einige Leute haben das Team verlassen, und ein paar so genannte Experten haben gemeint, 'Dieses Team bewegt sich nicht mehr', all so was. Und rate mal, was passiert ist? Laurent Mekies hat das Team wieder zum Siegen zurückgebracht.»
«Ich finde es bemerkenswert, was Laurent da im Hintergrund alles getan hat, und die meisten haben davon nichts bemerkt. Stattdessen haben Viele nur kritisiert: 'Oh, das Team geht unter, jetzt wo Christian Horner weg ist'. Von wegen! Nein, Mekies hat diesen Job übernommen, ganz ohne Ego, dafür mit viel Fingerspitzengefühl für seine Mitarbeiter. Er macht einfach einen soliden, guten Job. Red Bull Racing ist wieder da, das ist zu einem erheblichen Teil Verdienst von Laurent Mekies, ich habe den grössten Respekt vor ihm.»
Steiner über die grösste Stärke des französischen RBR-Steuermannes: «Ich würde sagen, es sind zwei Dinge. Zunächst mal seine gewaltige Erfahrung, weil er an so vielen verschiedenen Orten gearbeitet hat, Toro Rosso, Ferrari, FIA. Und zum Zweiten seine enorme Ruhe. Er überreagiert nie, er findet immer einen Weg, um ein Problem sachlich anzugehen, und schottet sich einfach von dem ganzen störenden Lärm von aussen ab; was an sich schon eine Kunst ist, weil das in der Formel 1 unheimlich nervig ist.»
«Im Laufe der Jahre hat Laurent einfach gelernt, sich zu sagen: 'Ich gebe mein Bestes, und ich lasse mich dabei nicht von Störfaktoren ablenken. Ich mache in Ruhe meine Arbeit. Wenn es funktioniert, dann gut, und wenn es nicht funktioniert, so sehen wir mal, was ich besser machen kann.»
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