IDM macht auch als Ex-Fahrer noch Spaß: Klassentreffen in Hockenheim
Ob Dominic Schmitter und Marc Moser viel von den Rennen am letzten Euro Moto-, jetzt wieder IDM-Wochenende, viel von den Rennen gesehen haben, ist offen. Amüsiert haben sie sich dennoch.
An den Final-Wochenende der IDM auf dem Hockenheimring waren in der Vergangenheit nicht nur die Tribünen im Motodrom gut besetzt, auch im Fahrerlager war es stets wie ein Klassentreffen ehemaliger Piloten, die mal kürzer oder länger ihren Abschied von der Rennstrecke genommen hatten. Das war in diesem Jahr, als die IDM in einem einjährigen Intermezzo als Euro Moto am Start war, auch nicht anders.
Am Sonntagmorgen sah man unter anderem den Schweizer Dominik Schmitter mit dem Frankfurter Marc Moser beim freundschaftlichen Plausch. Vor drei Jahren waren sie noch Konkurrenten in der Superbike-Klasse. Beide haben ihren Abschied von Rennsport bisher nicht bereut. «Das Rennen fahren fehlt mir nicht», erklärt Marc Moser, der als Unternehmensberater arbeitet. «Aber das Fahren auf der Rennstrecke fehlt schon. Ich stelle gerade fest, ich muss wieder mehr fahren.»
Dominic Schmitter fährt zwar häufiger Motorrad, aber auch nicht in einem Spaß erzeugenden Tempo. Schmitter betreibt seine eigene Fahrschule und geht als Fahrlehrer bei seinen Schülerinnen und Schülern mit moderatem Tempo als gutes Beispiel voran. Schmitter war mit seiner Verlobten Samira an den Hockenheimring gereist, ließ sich über mögliche familiäre Zukunftspläne aber keine konkreten Pläne entlocken. «Wir sind als ganz normale Zuschauer hier», beschriebt der Schweizer seinen Ausflug zur IDM. «Ich bin nur wegen der Leute hier. Gleich besuche ich noch das Team BCC und Andy Gerlich. Es ist schon ein bisschen wie ein Klassentreffen. Und dann schau ich noch bei meinem alten Sponsor von LS2 Helmets vorbei. Das ist für mich noch immer der beste Helm und gefällt auch meinen Fahrschülern. Ein Shop bei mir in der Fahrschule wäre schön.»
Marc Moser war während der Saison 2026 öfters im Fahrerlager unterwegs. Sein Vater betreibt das Team Triple M Ducati Frankfurt mit Lukas Tulovic. Dessen Titelgewinn wollte sich Moser nicht entgehen lassen. «Eine Funktion im Team bekleide ich aber nicht», schilderte er. «Wenn ich mal irgendwas sehe, weise ich darauf hin. Aber ansonsten ist das nicht mein Job. Ich bin auch wegen der Leute hier. Manche begleiten einen auf die eine oder andere Weise schon ein Leben lang.»
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