30 Jahre nach Schumi: Hamilton nach 1. Ferrari-Sieg «ohnmächtig» vor Glück
30 Jahre nach Michael Schumacher holt auch Lewis Hamilton seinen ersten Sieg mit Ferrari. Der Brite: «Ich wäre fast ohnmächtig geworden, nachdem ich sie umarmt habe. Mein Herz platzt vor Freude.»
Nach einer Saison und sechs Rennen ohne GP-Erfolg ist es endlich vollbracht: Lewis Hamilton hat seinen ersten Grand-Prix-Sieg mit Ferrari! Ein Kindheitstraum des Briten hat sich damit erfüllt – und er konnte nach dem historischen Rennen in Barcelona sein Glück kaum fassen.
Hamilton 30 Jahre später wie Schumi
Hamilton sagte ganz emotional nach dem Rennen: «Ich wurde gerade erst daran erinnert, dass vor 30 Jahren Michael hier auch gewonnen hat.» Richtig! Verrückte Parallele: Auch Michael Schumacher holte seinen ersten Sieg in Ferrari-Rot auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona. Das Rennen fand damals ebenfalls im Juni (2.6.1996) statt – vor fast genau 30 Jahren. Der Deutsche kam damals als zweimaliger Weltmeister von Benetton. Großes folgte für ihn bei Ferrari, wie wir wissen. Eine Generation später holte Hamilton nun seinen ersten Ferrari-Sieg ebenfalls in Barcelona. Die beiden Siebenmaligen unter sich!
Erinnerungen an Schumi-Rennen
Bei den Erinnerungen an Michael Schumacher wurde Hamilton ganz nostalgisch: «Wisst ihr, ich saß damals wahrscheinlich wie viele von euch zu Hause auf der Couch und habe mir das Rennen angesehen, mit einem Teller auf dem Schoß, ein Sandwich essend oder vielleicht Hühnersuppe mit Nudeln oder so etwas, wenn ich nicht gerade Rennen fuhr. An einem Sonntag, ich war zwölf Jahre alt. Und ich habe einfach dieses rote Auto angesehen und gedacht: Ich frage mich, wie es wohl ist, in diesem roten Cockpit zu sitzen?»
Klitzekleiner Makel für Hamilton: «Mein Cockpit ist zufällig weiß, worüber ich nicht besonders glücklich war. Ich wollte rot sein wie das von Michael. Irgendwann werde ich es wieder rot bekommen. Aber ja, ich fragte mich damals, wie es wohl wäre, in diesem roten Auto zu sitzen – was ich letztes Jahr erleben durfte –, und dann in diesem roten Rennanzug da zu stehen, auf dem ersten Platz vor dieser fantastischen Crew, die die Nationalhymne singt.» Und 30 Jahre später war er plötzlich selbst dort.
Fast ohnmächtig vor Freude!
Hamilton lachend: «Ich glaube, wir haben schief gesungen, weil sie irgendwie nicht im Takt mit der Musik waren, aber es war wirklich unglaublich, das mitzuerleben und die Freude in ihren Augen zu sehen und sie mit ihnen zu spüren. Ich wäre fast ohnmächtig geworden, nachdem ich sie umarmt habe. Mein Herz platzt vor Freude.» Und kämpferisch stellte er klar: «Das ist erst der erste Schritt in unserer Geschichte.»
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