Harter Crash von Ollie Bearman auf dem Suzuka Circuit: So reagiert die FIA
Der brutale Unfall von Ollie Bearman im GP auf dem Suzuka Circuit hat die Diskussion um die neuen Regeln verschärft. In einem Statement sagt die FIA, wie sie auf den Abflug des Haas-Piloten reagiert.
Nach dem Fallen der Zielflagge wurde im Fahrerlager von Suzuka vor allem über eine Szene diskutiert: Der harte Crash von Ollie Bearman, der sich in der 21. Rennrunde ereignet hatte und der nicht ohne Folgen für den jungen Haas-Piloten blieb war in aller Munde. Denn Bearman musste eingangs der Spoon-Kurve dem deutlich langsameren Alpine-Renner von Franco Colapinto ausweichen, was zum Abflug führte.
Bearman war mit 308 km/h unterwegs, als er die Kontrolle über seinen Dienstwagen verlor, sich von der Strecke drehte und mit 50 g seitlich in die Streckenbegrenzung einschlug. Als der 20-Jährige aus dem Cockpit geklettert war, humpelte er. Der Besuch im Medical Centre zeigte, dass er Glück im Unglück hatte und sich nur das rechte Knie geprellt hatte. Die Beobachter sind sich einig: Das hätte sehr viel schlimmer enden können.
Kein Wunder, dass die anderen GP-Stars sich auch zum Unfall äusserten. Und einige fanden klare Worte der Kritik an den neuen Regeln und am Vorgehen der FIA-Verantwortlichen. Carlos Sainz erklärte etwa, dass man angesichts der grossen Tempo-Unterschiede auf die Gefahr eines solchen Crashs hingewiesen habe, diese Warnungen seien aber nicht beachtet worden.
Die FIA hat wenige Stunden nach dem Rennen ein Statement veröffentlicht, in dem das weitere Vorgehen thematisiert wird. «Seit ihrer Einführung sind die Regeln für 2026 Gegenstand laufender Diskussionen zwischen der FIA, den Teams, den Motoren-Herstellern, den Fahrern und der Vertreter der FOM. Diese Vorschriften sehen von vornherein eine Reihe von anpassbaren Parametern vor, insbesondere im Hinblick auf das Energie-Management, die eine Optimierung ermöglichen, die sich auf Daten aus der Praxis stützen», teilt der Autosport-Weltverband mit.
«Alle Beteiligten vertreten seit jeher die Position, dass nach der Anfangsphase der Saison eine strukturierte Überprüfung stattfinden sollte, um die Erfassung und Analyse ausreichender Daten zu ermöglichen. Daher sind für April mehrere Treffen geplant, um die Funktionsweise der neuen Vorschriften zu bewerten und festzustellen, ob Anpassungen erforderlich sind», heisst es weiter.
Allerdings sei noch nicht klar, wie diese Anpassungen aussehen können. Dazu heisst es im Statement: «Mögliche Anpassungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Energie-Management, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen. Die FIA wird weiterhin eng und konstruktiv mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis für den Sport zu gewährleisten, wobei die Sicherheit stets ein Kernelement bleiben wird. Zum jetzigen Zeitpunkt wären Spekulationen über die Art möglicher Änderungen verfrüht. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.»
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