Euro Moto Superbike • Neu
Reiterberger ist mit Superbike-Sieg von Brünn zurück im Euro Moto-Rennen
Beim zweiten Lauf der Euro Moto Superbike in Brünn wollte Patrick Hobelsberger die Schlappe vom Auftakt am Sachsenring wieder wettmachen. Doch am Ende blieb nur Frust.
Patrick Hobelsberger ist definitiv nicht zu beneiden. Beim Euro Moto Superbike-Auftakt auf dem Sachsenring wurde er von einem fiesen Infekt niedergestreckt, der ihn dazu zwang, nach einem quälenden ersten Rennen im zweiten Rennen gleich ganz die Segel zu streichen und nicht zu starten. Stattdessen musste er die Heimreise antreten. Am vergangenen Wochenende, beim zweiten Meisterschaftslauf in Brünn, ging es ihm zwar besser. Als zählbares Ergebnis sprang aber trotzdem nicht allzu viel heraus. Die Leidensgeschichte ging auch in Brünn weiter.
«Bereits am Donnerstag startete für uns das Wochenende, denn alle Fahrer der Euro Moto konnten die Möglichkeit nutzen, einen zusätzlichen Trainingstag zu absolvieren», beschreibt der Honda-Pilot seinen Brünn-Ausflug. «Mir ging es gesundheitlich etwas besser, leider immer noch keine 100%, aber genug, um das Wochenende sauber zu starten. Der Donnerstag verlief super, wir konnten viele Runden drehen, ich hatte selbst die Chance, in Ruhe zu sehen, wo ich gesundheitlich stehe und um zu sehen, wieviel Intensität wir in die freien Trainings legen können. Da Brünn eine Strecke ist, die einen ordentlichen Reifenverschleiß hat, fokussierten wir uns bereits von Anfang an darauf, die Haltbarkeit der Reifen so gut es geht mit dem Setup zu verbessern.»
«Am Freitag konnten wir erneut einen Step machen und das Motorrad deutlich verbessern, auch die Pace mit alten und gebrauchten Reifen war sehr gut», so weit, so positiv. «Wir konnten die Trainings auf Platz 11 abschließen und das Superpole Pre Practice auf Platz 9. Am Samstag mussten wir uns durch die Superpole 1 qualifizieren. Fünf Minuten vor Start der Session fing es an, kurz, aber stark zu regnen. Alle anderen gingen mit Regenreifen auf die Strecke, wir hatten uns aber entschieden, zu pokern und bis zum Schluss zu warten und es mit Slicks zu riskieren.»
«Der Plan hat perfekt funktioniert und wir konnten uns mit sieben Sekunden Vorsprung problemlos für die Superpole 2 qualifizieren», so Hobelsberger. «Da hatten wir dann leider nur noch einen einzigen Reifen, den wir dann erneut sehr spät gesetzt haben und auch recht gut umgesetzen konnten. Das Ergebnis im Quali war der siebte Platz. Wir waren eigentlich sehr zufrieden, denn die eine schnelle Runde war das ganze Wochenende schon mehr unser Problem als die Race-Pace. Somit war die Freude auf das Rennen umso größer.»
«Am Start hatte ich im Launch Control Mode einen Fehler im Dashboard und hatte direkt beim Losfahren fast schon alle Plätze verloren», heißt es in der Fortsetzung über Rennen 1. «Die Aufholjagd begann somit bereits direkt in der ersten Runde. Viele Plätze konnte ich nicht mehr gutmachen, da ich nach und nach immer mehr Probleme bekam und kaum vorwärtskam. Das Rennen beendete ich auf Platz 12. Wir konnten das Problem von Rennen 1 identifizieren und beheben. Somit Stand dem zweiten Rennen nichts mehr im Weg.»
Durch einen Sensor-Defekt ging das Motorrad aus und ließ sich nicht mehr starten.Patrick Hobelsberger
«Am Start hatte ich erneut Leistung verloren und wurde vor der ersten Kurve wieder weit nach hinten durchgereicht», beschreibt er sein zweites Rennen. «Jedoch konnte ich direkt von Anfang an aufholen und konnte von Runde zu Runde Positionen gutmachen. Ich befand mich auf Platz 10 und hatte fast schon Anschluss an die Gruppe um Platz 6 gefunden, als ich das Motorrad in der Omega-Sektion leider abstellen musste. Durch einen Sensor-Defekt ging das Motorrad aus und ließ sich nicht mehr starten. Umso frustrierender ist es, bei der Nachanalyse zu sehen, dass unsere Pace aus den freien Trainings für eine super Platzierung gepasst hätte. Sehr schade. Wir kämpfen weiter.»
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