Ferrari-Wirbel: Ex-Chef Montezemolo fordert – Logo runter vom Elektro-Auto!
Das erste Elektro-Fahrzeug von Ferrari erzeugt höchst kontroverse Reaktionen. Der frühere Ferrari-Chef Luca di Montezemolo fordert gar, man müsste das springende Pferd von diesem Wagen entfernen.
Selten hat ein Ferrari solche Reaktionen erzeugt: der Luce von Ferrari, der erste Voll-Elektriker der berühmtesten Sportwagenfirma der Welt. Viele Kommentare im Netz sind vernichtend, der Wagen von Ex-iPhone-Designer Jonathan Ive spaltet die vielen Ferrari-Liebhaber.
Die Italiener gehen den Schritt vom Voll-Stromer mit viel Mumm: Der Luce (Licht) soll sich markant abheben vom normalen Programm aus Verbrennern und Hybriden, und das tut das Auto aus dem Kreativ-Kollektiv LoveFrom von Ive ohne Zweifel. Aber ist das ein Ferrari?
Der italienische Industrie-Minister Carlo Calenda bezeichnet den Luce als «ästhetische und technische Beleidigung jedes Ferrari-Liebhabers».
Der langjährige Ferrari-Sportchef und -Firmenpräsident Luca Cordero di Montezemolo geht noch einen Schritt weiter: «Wenn ich sagen müsste, was ich denke, dann würde ich Ferrari schaden.»
Der charismatische Spitzen-Manager wittert: «Es besteht hier die Gefahr, einen Mythos zu zerstören, das tut mir sehr leid. Ich hoffe, dass sie wenigstens das springende Pferd von diesem Auto nehmen!»
Und dann legt der 78-Jährige aus Bologna noch einen drauf, wenn er spottet: «Das ist sicher ein Auto, das die Chinesen nicht von uns kopieren werden.»
Eine drehbare Mittelkonsole ist im Netz als Toilettenpapier-Geber verhöhnt worden, Getränkehalter sind jetzt auch nicht unbedingt, was wir in einem Ferrari erwarten würden.
Konzerne wie Ford, Mercedes oder VW haben schon vor Jahren versucht, ihren Elektrikern ein anderes Design zu geben als den Verbrennern und den Hybriden, um sich abzuheben. Dieser Weg gilt als gescheitert, sie krebsten zurück.
Ferrari scheint das nicht nötig zu haben: Die erste Produktion des 1050 starken Fahrzeugs ist verkauft, wie Ferrari-Geschäftsleiter Benedetto Vigna bestätigt hat. Bis Ende 2027 ist der rund 550.000 teure Fünfplätzer ausverkauft.
Bis zum Jahr 2030 will Ferrari den Absatz von Elektro-Autos auf 20 Prozent der Herstellung steigern.
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