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Jacques Villeneuve über Ferrari: Leclerc ragt heraus

​Der Kanadier Jacques Villeneuve ist vom Nachwuchsprogramm von Ferrari, der so genannten Fahrer-Akademie, wenig beeindruckt. «Für mich ragt da nur Charles Leclerc heraus, jeder Andere brachte doch Geld mit.»

Formel 1

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Zwanzig Fahrer hat Ferrari im Rahmen der Fahrer-Akademie bislang unterstützt, das Nachwuchsprogramm brachte dabei vier Fahrer als Stammpiloten in die Formel 1 – den Südfranzosen Jules Bianchi, den Italiener Antonio Giovinazzi, den Monegassen Charles Leclerc und den Deutschen Mick Schumacher. Sergio Pérez schied aus dem Programm aus, um bei McLaren anzuheuern, Lance Strolls Vater Lawrence witterte eine Chance mit Williams und brach ein Entwicklungsprogramm mit Maranello ab.

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Stroll ist für Villeneuve ein Paradebeispiel dafür, wieso er von der FDA (Ferrari Driver Academy) nicht besonders beeindruckt ist. Der elffache GP-Sieger behauptet bei der italienischen Sky: "Abgesehen von Charles Leclerc mussten doch alle Piloten Geld in die Hand nehmen, um in die Akademie zu kommen. Leclerc war der einzige Fahrer, der quasi mittellos zu Ferrari stiess. Die anderen konnten auf teilweise üppige Mittel zurückgreifen, das hilft natürlich bei der Karriere."

Villeneuve, Formel-1-Champion 1997 mit Williams, fügt fairerweise hinzu: "Letztlich hilft dir das nicht, wenn du dann hinter dem Lenkrad sitzt. Ich glaube aber, dass viele der FDA-Fahrer ihren Weg auch so gemacht hätten."

Auch Mick Schumacher ist für Jacques Villeneuve wie Leclerc eine Ausnahme, jedoch aus anderen Gründen: "Mick stand wegen seines berühmten Nachnamens in den vergangenen Jahren gewaltig unter Druck. Ich bin überzeugt, dass er daraus viel gelernt hat. Und das ist ein grosser Unterschied zu den anderen Fahrern aus der Akademie."

Villeneuves Kollege Marc Gené nimmt die Arbeit der Akademie in Schutz, wenig verwunderlich, wenn wir uns in Erinnerung rufen, dass der GP-Experte der italienischen Sky noch immer als Testfahrer für Ferrari arbeitet. "Ich finde, die Akademie arbeitet auf hohem Niveau. Der beste Beweis ist für mich, wie die Ferrari-Junioren in der Formel 2 der Saison 2020 abgeschnitten haben – Mick wurde Meister, Callum Ilott Zweiter, Robert Shwartzman Vierter."

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Piloten der Fahrer-Akademie von Ferrari

Jules Bianchi (F): 2009 bis 2014

Sergio Pérez (MEX): 2010 bis 2012

Mirko Bortolotti (I): 2010

Daniel Zampieri (I): 2010 bis 2012

Brandon Maisano (I): 2010 bis 2012

Raffaele Marciello (I): 2010 bis 2015

Lance Stroll (CDN): 2010 bis 2015

Antonio Fuoco (I): 2013 bis 2018

Guanyu Zhou (RCH): 2014 bis 2018

Antonio Giovinazzi (I): seit 2016

Charles Leclerc (MC): 2016/2017

Giuliano Alesi (F): seit 2016

Marcus Armstrong (NZ): seit 2017

Enzo Fittipaldi (BR): seit 2017

Sebastian Montoya (COL): 2018

Callum Ilott (GB): seit 2018

Robert Shwartzman (RUS): seit 2018

Gianluca Petecof (BR): seit 2018

Mick Schumacher (D): seit 2019

Dino Beganovic (S): seit 2020

Arthur Leclerc (MC): seit 2020

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