F1-Zukunft von Liam Lawson: Fällt die Entscheidung nach der Sommerpause?
Racing Bulls-Pilot Liam Lawson war in der bisherigen Saison stark unterwegs. Wie es nach 2026 weitergeht, weiss er noch nicht. Er hofft auf eine baldige Antwort auf die Frage nach seiner GP-Zukunft.
Die Sommerpause der Formel 1 bietet den Dauergästen des Fahrerlagers nicht nur die Chance, eine Atempause einzulegen und ihre Batterien wieder aufzufüllen. Für viele Fahrer ist es auch die Gelegenheit, um über die Zukunft zu sprechen. Denn wer über keinen Vertrag für die kommende Saison verfügt, hatte angesichts des vollgepackten WM-Kalenders davor und danach nur wenig Zeit, sich mit der Frage zu befassen, wie es weitergeht.
Einer, der noch keine Antwort darauf hatte, als er beim jüngsten WM-Wochenende in Ungarn darauf angesprochen wurde, ist Liam Lawson. Der Racing Bulls-Pilot hat in dieser Saison eine gute Leistung gezeigt. In den bisherigen elf WM-Runden sammelte er 43 Punkte. Er beendete acht der elf Grands Prix auf einem Top-10-Platz und belegt derzeit den neunten WM-Zwischenrang.
Gescheiterter Aufstieg im vergangenen Jahr
Ob das für einen Verbleib im Team aus Faenza reicht, ist aber unklar. Denn eigentlich sammeln beim Racing Bulls Team jene Fahrer Erfahrung, die später beim Schwesternteam Red Bull Racing zum Zug kommen. Das trifft auch auf die aktuellen Piloten des Top-Teams aus Milton Keynes zu. Sowohl Max Verstappen als auch Isack Hadjar wechselten vom Racing Bulls Team zu Red Bull Racing.
Auch Lawson durfte sich über eine Beförderung freuen, allerdings währte die Freude nicht lange. Nach der Saison 2024, in der er die letzten sechs GP bestreiten durfte, gab er in den ersten zwei Rennen der Saison 2025 an der Seite von Verstappen Gas, nur um danach wieder ins Racing Bulls Team versetzt zu werden. Ob er eine zweite Chance bekommt, weiss er nicht.
Nikola Tsolov drängt in die Formel 1
Und bei Racing Bulls steht mit Nikola Tsolov ein starker Nachwuchsfahrer aus dem Red Bull Junior Team vor der Tür. Der Bulgare führt derzeit die Formel-2-Wertung an, und das, nachdem er 2025 nur vier Läufe in der höchsten Formelsport-Serie absolviert hat. Viele Experten sehen den 19-Jährigen bereits im nächsten Jahr in der Formel 1. Und das würde wohl – darüber ist man sich einig – auf Kosten von Lawson geschehen. Der Neuseeländer ist zwar deutlich erfolgreicher als sein Teamkollege Arvid Lindblad unterwegs. Letzterer liefert aber als Rookie eine beachtliche Leistung ab. Schliesslich hat Racing Bulls-Teamchef Alan Permane auch bestätigt, dass man einen Aufstieg des Teenager im nächsten Jahr erwägt.
Die Ungewissheit von Lawson beruht also nicht nur auf dem Fehlen eines Vertrages für 2027. Deshalb hofft der 24-Jährige, bald Gewissheit über seine berufliche Zukunft zu haben. «Ich selbst habe keine Ahnung», erklärte er in Ungarn, als er gefragt wurde, ob die Gespräche über seine Zukunft eine Priorität seien. «Normalerweise werden die Gespräche darüber rund um die Sommerpause geführt. Ich bin sicher, dass es Gespräche geben wird», fügte er hoffnungsvoll an.
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