Ferrari-Teamchef Fred Vasseur stellt klar: «Das müssen wir verbessern»
Das Ferrari-Team hat in diesem Jahr bereits zwei GP-Siege gefeiert, in Ungarn war aber Weltmeister Lando Norris im McLaren als Erster im Ziel. Teamchef Fred Vasseur sagt, was getan werden muss.
Der grosse Favorit für den Konstrukteurstitel in diesem Jahr ist zweifelsohne Mercedes, das Team des deutschen Autobauers hat acht der elf bisherigen Grands Prix für sich entschieden und führt die WM-Tabelle mit entsprechend grossem Vorsprung an. Dahinter hat sich Ferrari als erster Verfolger etabliert, die Mannschaft aus Maranello liegt 72 Punkte hinter den Spitzenreitern aus Brackley und Brixworth.
Lewis Hamilton und Charles Leclerc haben in diesem Jahr je einen GP-Sieg errungen, der siebenfache Weltmeister setzte sich beim Kräftemessen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya durch, sein Stallgefährte aus Monaco schaffte es in Silverstone als Erster über die Ziellinie. Der jüngste GP-Sieg vor der Sommerpause ging aber an ein anderes Team: Weltmeister Lando Norris sah die Zielflagge auf dem Hungaroring als Erster, von den beiden Ferrari-Stars fehlte auf dem Podesttreppchen jede Spur.
Dabei hatten die Roten den Trainingsfreitag noch auf den Plätzen 1 und 2 beendet. Kein Wunder, sprach Teamchef Fred Vasseur hinterher von einer verpassten Chance. Er verriet auch, was getan werden muss: «Wenn ich mir den Ungarn-GP anschaue, dann geht es vor allem um die Umsetzung. Tatsächlich waren wir zu Beginn des Jahres in dieser Hinsicht noch sehr gut.»
Andere Philosophie als McLaren
«Wir wissen auch, dass wir unsere Antriebseinheit verbessern müssen, und das werden wir auch tun, auch wenn wir wissen, dass es beim Motor viel länger dauert als beim Chassis, wenn man nachlegt», ergänzte der Ingenieur, der auch über die unterschiedliche Entwicklungsstrategie seines Teams im Vergleich zur Weltmeister-Truppe von McLaren sprach.
«McLaren hat einen riesigen Schritt nach vorne gemacht, aber sie verfolgen nicht ganz dieselbe Philosophie, da sie grosse Upgrade-Pakete einführen – ich glaube, das letzte Mal war das in Miami oder Kanada. Natürlich machen sie so jedes Mal, wenn sie etwas Neues einführen, einen riesigen Schritt nach vorne, aber wir verfolgen einen anderen Ansatz: Wir versuchen, bei jedem einzelnen Rennen neue Teile auf die Strecke zu bringen, und wir müssen diesen Schwung beibehalten, denn es stehen noch 11 oder 12 Rennen auf dem Programm. Und es besteht beim Chassis auch überall noch Verbesserungspotenzial. Deshalb müssen wir unser Entwicklungstempo beibehalten», erklärte der Franzose.
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