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John Surtees: «Der Wettbewerb muss stimmen»

Formel-1-Legende John Surtees ist von der neuen Formel 1 nicht sehr begeistert, räumt aber ein, dass man erst mal abwarten muss, wie sich alles entwickelt bevor man ein abschließendes Urteil fällt.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


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In der Formel 1 tauchen Jahr für Jahr neue Gesichter auf und die alten verschwinden schön langsam. Der Nachwuchs übernimmt immer mehr das Zepter, nicht nur bei den Fahrern, auch bei den Technikern vollzieht sich peu à peu ein Generationenwechsel. Und während alles immer von neuen Schumis, Vettels, Prosts und Sennas redet, erinnert der Weltmeister von 1964, John Surtees, daran, dass man auch ein Augenmerk auf die Menschen in den Boxen und Fabriken haben und den Nachwuchs dafür interessieren sollte.

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"Es geht nicht nur darum, einen neuen Lewis Hamilton zu finden, es geht darum, jemand für eine Karriere im Motorsport zu interessieren", sagte Surtees im Vorfeld der letzten Runde der Let's Race 2 Reality Championship am 12. Juni. "Wir brauchen nicht nur neue Fahrer, wir müssen Möglichkeiten schaffen und es gibt viele. Wenn man sich die britische Motorsportindustrie anschaut, wie groß sie ist, dann ist gibt es da Jobs für viele Leute."

Die heutige Formel 1 hat für den 80-Jährigen jedoch nicht mehr den Reiz, den sie früher hatte. "Ich hasse es, wenn es zu viele Regeln gibt", gestand er. "Wenn ich im Fernsehen sehe, wie sie über Benzinmengen reden und zeigen, wie viel Sprit ein Fahrer bekommt und darüber reden, ob er langsamer fahren muss oder sich anpassen, dann ist das etwas anderes."

"Gleichzeitig gibt es aber immer zwei Seiten. Eine ist, dass Motorsport und die Formel 1 immer als Spitze der neuesten Technologie galt", so Surtees weiter. "Also kann man nicht einfach nur eine Unterhaltungsshow daraus machen, man muss mit der Zeit gehen. Vielleicht braucht man daher auch so etwas wie Energierückgewinnung und verschiedene Motoren mit Turboladern."

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Zu seiner Zeit waren allerdings Begriffe wie DRS, ERS und dergleichen unbekannt. "Ich erinnere mich daran, mit Ein-, Zwei-, Vier-, Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder-Motoren gefahren zu sein und jeder hatte seine Eigenheiten und einen eigenen Sound. Ich vermisse einige der Sounds von schönen Motoren, die bei Höchstdrehzahl laufen. Aber wir müssen abwarten", meinte der Brite bezüglich der neuen Turbomotoren, die bei weitem keine Geräuschkulisse mehr kreieren wie die alten Saugmotoren.

Wichtig sei im Grunde sowieso nur, dass der Wettbewerb stimmt, findet Surtees. "Einige Teams müssen offenbar aufholen, ein paar Motorenhersteller sind auf dem falschen Fuß erwischt worden, besondere Renault und Ferrari, aber auch da müssen wir abwarten. Ich schätze, dass wir erst Ende des Jahres endgültig etwas sagen können", so Surtees weiter. Seine große Sorge sei jedoch, dass zu viel kontrolliert werde, nur um für "künstliche Unterhaltung" zu sorgen.

Rückblickend auf seine eigene Karriere gibt es bis heute zwei Rennen, bei denen er verpassten Chancen nachtrauert. Insbesondere nach Nico Rosbergs zweitem Sieg in beim Grand Prix von Monaco erinnerte sich Surtees an seine Erlebnisse in den Straßen von Monte Carlo. "Ich bin einige Mal in Monaco gefahren und war ein paar Mal nahe an einem Sieg, dann blieb ich aber in der letzten Runde ohne Benzin liegen oder es passierte immer irgendetwas", erklärte er.

"Ich hätte sehr gerne mal in Monaco gewonnen und war einige Male auch nahe dran. Mit dem Grand Prix von Großbritannien erging es mir ähnlich. Da wurde ich ein paar Mal Zweiter und hätte auch sehr gerne gewonnen. Monaco und der Grand Prix von Großbritannien sind für britische Fahrer offenbar die beiden ganz großen Rennen."

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