Trotz Stürzen: Di Giannantonio verteidigt Wechsel zur neuen Ducati-Aero
Sturz im Warm-up am Sonntagmorgen und Sturz im Grand Prix: Nach dem Wechsel zum neuesten Aeropaket von Ducati kam Fabio di Giannantonios Sachsenring-Wochenende vom Kurs ab.
Der Motorrad-Grand Prix in Sachsen endete für Fabio Di Giannantonio früh im Kies, der Rückstand des VR46-Asses auf den WM-Leader wuchs wieder an. Vor der MotoGP-Sommerpause überwog für «Diggia» aber das Positive. «Jeder Punkt zählt!» – Worte, die Fabio Di Giannantonio nach seinem Podiumsplatz im Sprintrennen am Sachsenring wählte. Mit diesem konnte die VR46-Speerspitze den Abstand auf WM-Leader Jorge Martin am Samstag auf 13 Zähler reduzieren.
Wie gewonnen, so zerronnen: Am Sonntag endete das Rennen für den Römer schon nach kaum mehr als drei Runden. Die Ursache für den Sturz bei der Verfolgung des später zweitplatzierten Ai Ogura konnte «Diggia» nach dem Grand Prix zunächst nicht nachvollziehen: «Was genau schiefgelaufen ist, müssen wir selbst noch herausfinden. Denn die Daten, die wir bis jetzt analysieren konnten, waren eine exakte Kopie der vorhergehenden Runde. Schräglage, Gasstellung, Geschwindigkeit, Federung – alles war genau wie davor. Das ist seltsam, aber in unserem Sport kommen viele Kleinigkeiten zusammen, die nicht immer nachvollziehbar sind.»
Zu lang ärgern wollte sich der Römer über den Sturz nicht: «Es war der erste grobe Fehler in diesem Jahr. Es ist ärgerlich, dass er passiert ist, aber irgendwann musste er passieren.» In den Grand Prix war der ehemalige Moto3-Vizeweltmeister, trotz erfolgreichem Sprintrennen, mit einer anderen Aerodynamik-Konfiguration gegangen als noch am Samstag: «Unser Motorrad hat am Samstag schon sehr gut funktioniert. Deshalb sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir kein großes Risiko eingehen, wenn wir im Warm-Up eine andere Aero-Konfiguration testen. Wenn es nicht wie gewünscht funktioniert hätte, hätten wir ihn einfach wieder ausgebaut – und trotzdem noch ein Motorrad für einen Podiumsplatz gehabt. Ich habe gesehen, dass Marc und Alex Marquez diese Aero schon verwendet haben und sie hat auf dieser Strecke tatsächlich besser funktioniert!»
Das Zwischenfazit vor der Sommerpause fällt für den nun Fünftplatzierten der WM-Tabelle trotz des Fehlers zum Abschluss positiv aus. Die WM-Wertung ist dabei so eng wie selten: «Ich sehe jede Menge Gutes! Wir hatten jede Menge tolle Ergebnisse und Podiumsplätze und einen Sieg bis jetzt und sind nur 24 Punkte hinter dem Gesamtführenden - wir fahren eine fantastische Saison. Wir sind immer schnell und das auf den unterschiedlichsten Strecken. Ich genieße jeden Moment davon! Das ist das Entscheidende und das ist das, was wir in die Sommerpause mitnehmen.»
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