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Johnny Herbert über Ferrari: «Wieso das alles?»

Die Rennstrategien von Ferrari in diesem Jahr geben viel zu reden, und das hat sich auch in Belgien nicht geändert. GP-Sieger Johnny Herbert rügt: «So etwas erleben wir bei keinem anderen Rennstall.»

Formel 1

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Spa: FP1

FIA Formula One World Championship

17.07.2026 - 13:15

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Im Grossen Preis von Belgien staunten die Fans über einen merkwürdigen Wortwechsel zwischen Ferrari-Fahrer Charles Leclerc und seinem Renningenieur Xavier Marcos Padros.

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Die Ausgangslage: Leclerc war als 15. einen Startplatz hinter seinem WM-Rivalen Max Verstappen ins Rennen gegangen, doch während der Niederländer zum neunten Saisonsieg eilte, wurde Leclerc am Ende nur Sechster.

Im ersten Rennteil hatte Charles Pech: Ein Abreissvisier verfing sich im Lufteinlass der Vorderbremse, die begann zu überhitzen. Charles erkannte Rauch und musste an die Box kommen.

Im weiteren Verlauf entstand der Eindruck, dass sich Fahrer und Team über die beste Vorgehensweise nicht einig waren. Leclerc erkundigte sich am Funk: "Wir sind uns einig, dass wir noch einmal anhalten, ja?" Padros sagte: "Wir kommen auf dich zurück." Kurz darauf: "Ich kann das bestätigen, ja."

Aber dann erwies sich der Reifenverschleiss als höher denn erwartet, der Renningenieur sprach am Funk von Plan D und teilte Leclerc mit, dass man den Stopp wohl vorziehen müsse. Er sagte zu Charles: "Wenn wir nun stoppen, dann kommen wir unmittelbar vor Gasly auf Rang 12 zurück auf die Strecke."

Leclerc, hörbar irritiert: "Wieso sollten wir jetzt stoppen?"

Xavier Marcos Padros: "Wir glauben an Rang 5. Die Frage ist: Willst du neue mittelharte Reifen und im Verkehr sein oder lieber neue harte Reifen?" Leclerc erkundigte sich nach dem Speed-Unterschied zwischen den beiden Mischungen und sagte dann, er fühle sich auf den gegenwärtigen Reifen wohl. Auf die Frage, ob er fünf Runden mehr fahren könne, antwortete Charles knapp: "Ja."

Später erklärte Charles dazu, solche Diskussionen seien ganz normal. Wir wollen an dieser Stelle der Fairness halber anfügen, dass Gespräche dieser Art selten so ausführlich übertragen werden.

Dennoch findet der dreifache GP-Sieger Johnny Herbert: "Wenn du dieses Hin und Her am Funk hörst, dann hat das fast ein wenig den Anschein, als sei Charles der Stratege im Team, der nun um Rat gebeten werden muss. Aber wieso das alles? So etwas erleben wir bei keinem anderen Rennstall. Bei der Konkurrenz muss der Fahrer offenbar nicht gefragt werden, was er tun will."

Herbert wittert: "Ich habe den Eindruck, das hat viel mit Vertrauen zu tun. Es gab gewisse Vorkommnisse, welche das gegenseitige Vertrauen vielleicht etwas verletzt haben, und ich kann mir vorstellen, dass Charles hier etwas mehr Kontrolle haben will."

"Das ist für mich grundsätzlich eine Stärke des Piloten. Denn nur er weiss, wie sich der Wagen in dieser Situation anfühlt. Nur er weiss, ob er noch länger mit diesem Reifensatz fahren kann. Aber gleichzeitig muss ein Pilot auch die Unterstützung des Teams haben. Man kann da nicht das ganze Gewicht auf die Schultern des Fahrers packen, wenn Ferrari wieder siegen soll."

Es passt zu strategischen Fehlern von Ferrari, dass der Plan, sich noch die beste Rennrunde zu angeln, schief ging: Lerclec geriet an Fernando Alonso, der ihn prompt überholte, im Kampf um Rang 5. Charles konnte wieder vorbeigehen, doch dann kam heraus, dass er in der Boxengasse zu schnell unterwegs gewesen war. Die fällig Fünfsekundenstrafe warf ihn auf Platz 6 zurück.

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Rennen, Circuit de Spa-Francorchamps

TV-Programm

Live

Spa: FP1

FIA Formula One World Championship

17.07.2026 - 13:15

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 44 Runden in 1:25:55,608 h

02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +17,841 sec

03. Carlos Sainz (E), Ferrari, +26,886

04. George Russell (GB), Mercedes, +29,140

05. Fernando Alonso (E), Alpine, +73,256

06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +74,936

07. Esteban Ocon (F), Alpine, +75,640

08. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +78,107

09. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +92,181

10. Alexander Albon (T), Williams, +101,900

11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +103,078

12. Lando Norris (GB), McLaren, +104,739

13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +105,217

14. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +106,252

15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +107,163

16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde

17. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde

18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde

Out

Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Dreher

Lewis Hamilton (GB), Mercedes, Kollisionsschäden

WM-Stand (nach 14 von 22 Rennen)

Fahrer

01. Verstappen 284 Punkte

02. Pérez 191

03. Leclerc 186

04. Sainz 171

05. Russell 170

06. Hamilton 146

07. Norris 76

08. Ocon 64

09. Alonso 51

10. Bottas 46

11. Magnussen 22

12. Vettel 20

13. Ricciardo 19

14. Gasly 18

15. Schumacher 12

16. Tsunoda 11

17. Zhou 5

18. Albon 4

19. Stroll 4

20. Latifi 0

21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal

01. Red Bull Racing 475 Punkte

02. Ferrari 357

03. Mercedes 316

04. Alpine 115

05. McLaren 95

06. Alfa Romeo 51

07. Haas 34

08. AlphaTauri 29

09. Aston Martin 24

10. Williams 4

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

179

2

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

154

3

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

147

4

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

108

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

97

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

82

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

76

8

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

52

9

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

42

10

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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