Jos Verstappen über Max Verstappen: «Das kam nicht aus heiterem Himmel»
Max Verstappen (29) hat in Malaysia seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Am Sepang International Circuit fieberte sein Papa Jos Verstappen (54) mit. Er sagt, was im TV nicht zu sehen war.
Der 72. Grand Prix-Sieg von Max Verstappen ist gemäss des vierfachen Formel-1-Weltmeisters «einer meiner süssesten; erstens, weil wir so lange darauf warten mussten, und zweitens, weil dies der erste Sieg mit der eigenen Antriebseinheit ist».
Max’ Vater Jos Verstappen kommt nicht mehr zu allen WM-Läufen, aber in Malaysia war der 54-Jährige vor Ort. Gegenüber Viaplay sagt der 107-fache GP-Teilnehmer: «Das kam nicht aus heiterem Himmel.»
«In der letzten Safety Car-Phase rückte das Feld wieder zusammen. Max hatte zuvor einen Vorsprung von zehn oder elf Sekunden, und er verwaltete diesen Abstand souverän, also sah es gut aus. Doch wegen des SC war das plötzlich weg. Irgendwie hat das Team mit dem Auto endlich das frühere Tempo gefunden. Man sieht es auch an den Lenkbewegungen von Max. Das sieht wieder positiv aus.»
Weichensteller zum Sieg: die richtige Entscheidung, das Rennen mit Intermediates zu beginnen, nicht mit Slicks. Jos Verstappen gibt zu bedenken: «Sie hatten aufgehört, die Strecke im Fernsehen zu zeigen, sodass man nicht genau wusste, wie sehr sie abtrocknete. Das Einzige, was man sehen konnte, war die Start/Ziel-Gerade, und dort war’s noch feucht. Auf der Einführungsrunde erkannten wir dann, dass es an vielen Stellen der Bahn immer noch sehr nass war, also wussten wir, dass wir die richtige Wahl getroffen hatten.»
Erster Sieg also für Red Bull Powertrains/Ford. Verstappen senior sagt weiter: «Die Leute vergessen schnell, dass RBPT und Ford im ersten Jahr sind, sie nehmen es mit Mercedes und Ferrari und Honda auf, die jahrelange Formel-1-Erfahrung haben. Ich finde, man kann vor Red Bull Powertrains/Ford nur den Hut ziehen. Ihre harte Arbeit ist belohnt worden.»
Jos Verstappen ist guter Dinge, dass sein Sohn im letzten Drittel der Saison nachlegen kann. «Das sieht ermutigend aus. Klar sind die kommenden Ergebnisse auch von den Entwicklungen bei den anderen Teams abhängig, aber ich denke, dass Red Bull Racing und Max auf jeden Fall weiter um Podestplätze und manchmal auch um Siege kämpfen werden. Ganz ehrlich: Das hätte ich noch vor wenigen Monaten nicht erwartet.»
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