Alvaro Bautistas sportliche Zukunft: Was er sich wirklich vorstellen kann
Zweimal wurde Alvaro Bautista Superbike-Weltmeister, hat 63 Siege und 129 Podestplätze erobert. Für 2027 bietet sich ihm nur eine Möglichkeit, fürs Altenteil fühlt er sich mit bald 42 Jahren zu jung.
Seit seinem Einstieg in die Superbike-WM zur Saison 2019 gehört Alvaro Bautista zu den prägenden Figuren. Der drahtige Spanier aus Talavera de la Reina in der Provinz Kastilien wurde 2006 125er-Weltmeister, zwei Jahre später Vizeweltmeister mit der 250er und fuhr von 2010 bis 2018 in der MotoGP. Bei den Superbikes hat er 63 seiner bislang 267 Rennen gewonnen und stand 129 Mal auf dem Podium. 2022 und 2023 wurde der Ende November 42-Jährige Champion, 2019 Vize und 2024 sowie 2025 WM-Dritter.
Trotz all dieser Erfolge neigt sich Bautistas Karriere dem Ende zu. Seit der Einführung des Mindestgewichts aus Fahrer und Motorrad hin zur Saison 2024,
Bautistas Abwärtstrend hat dafür gesorgt, dass er bislang ohne Job für 2027 dasteht.
ZX-Moto-Boss heizte die Gerüchte an
Seit Wochen wabert die Geschichte durchs Internet, Bautista werde beim chinesischen Hersteller ZX Moto unterschreiben und dort Testfahrer. Angeheizt wurde dieses Gerücht durch die Aussagen von Firmengründer Zhang Xue, dass er an einem Superbike arbeite. Doch erstens wird ein solches Motorrad nicht an der Superbike-WM 2027 teilnehmen und zweitens
Hinzu kommt, dass ein reiner Testfahrerjob nicht Bautistas Vorstellungen entspricht. «Er ist fest entschlossen, an Rennen teilzunehmen», betonte sein Manager Simone Battistella gegenüber SPEEDWEEK.com. «Ich sehe erst dann eine Chance, wenn chinesische Unternehmen in die Meisterschaft einsteigen.»
Pläne von CF Moto weit fortgeschritten
Während die Superbike-Pläne von ZX Moto Zukunftsmusik sind, gibt es bei CF Moto bereits einen konkreten Plan. CF arbeitet im MotoGP-Paddock eng mit dem Team von Jorge «Aspar» Martinez zusammen, Ende September durften die Moto2-Piloten David Alonso und Daniel Holgado
Seit mehreren Jahren laufen bei CF Moto die Vorbereitungen für den Einstieg in die Superbike-WM. Zum Saisonstart im Februar 2027 auf Phillip Island in Australien käme zu früh, auch der Europa-Auftakt Ende März in Portimao. Promoter Liberty hat CF Moto aber in Aussicht gestellt, auch
CF Moto: Zwei starke Standbeine in Europa
Für das Design der V4 SR-RR ist die Firma Modena 40 zuständig, das europäische Forschungs- und Entwicklungszentrum von CF Moto. Es befindet sich in Rimini und wurde 2016 von Carles Solsona gegründet, einem ehemaligen Motocross-Fahrer, Ducati-Angestellten und «Innovationsfanatiker», wie er selbst sagt. Der Katalane steuert für CF Moto die Entwicklung neuer Produkte und Strategien und arbeitet in enger Abstimmung mit der Zentrale in Hangzhou.
Mit dem Aspar-Team in Spanien sowie M40 in Italien hat CF Moto bereits zwei stabile Standbeine im europäischen Rennsport mit hervorragenden Kontakten. Jetzt fehlt nur noch ein schneller Test- und Entwicklungsfahrer. Für Alvaro Bautista wäre das eine interessante Aufgabe, wenn ihm für 2027 Rennstarts in Aussicht gestellt werden, erfuhr SPEEDWEEK.com. Mit neun Jahren in der MotoGP- und acht in der Superbike-WM verfügt der Evergreen über Wissen wie nur wenige, vor allem bezüglich V4-Motoren. Und woran sich kaum noch jemand erinnert: Seine größten Erfolge bei den 125ern und 250ern (16 GP-Siege) errang Alvaro mit Aspar.
Das Herzstück der 180 kg leichten CF Moto bildet ein V4-Motor. Das Triebwerk mit 997 ccm und einem Zylinderwinkel von 90 Grad verfügt über eine gegenläufige Kurbelwelle. Die maximale Drehzahl wird mit 15.000/min und die Motorleistung mit 157 kW/210 PS angegeben. Auffällig sind aktive Winglets in der Serie, die somit auch homologiert und im Rennsport eingesetzt werden dürfen. Viel Aufmerksamkeit erregte im Sommer ein Highspeed-Versuch, bei dem
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