Loris Veneman möchte die Sportbike-WM 2026 aus seiner Erinnerung löschen
Seit zwei Jahren klebt Loris Veneman das Pech am Reifen. Die Saison 2025 hat der Niederländer noch gerettet, doch die Sportbike-WM 2026 war eine harte Prüfung. Wie es weitergeht, ist unklar.
Loris Veneman ist der Sohn von Barry Veneman, der zu Beginn der 2000er-Jahre in der Superstock-1000 und Supersport-WM unterwegs war. WM-Achter 2007 und 2008 waren seine besten Saisons. Die Liebe zum Motorradsport wurde Loris also in die Wiege gelegt, aber das Pech kam von ganz alleine. Seit zwei Jahren verfolgt es ihn.
Als Zweiter der Supersport-WM 300 wechselt der 20-Jährige in die Supersport-WM 2025 zum Ducati-Team EAB Racing. Die Umstellung war eine Katastrophe. In den ersten sechs Rennen hatte er einen unverschuldeten und einen selbst verschuldeten Sturz sowie einen technisch bedingten Ausfall. In den übrigen drei Rennen kam er nicht über Platz 18 hinaus. Nach Assen warf Veneman hin, kehrte in die 300er-Klasse zurück und begeisterte mit einem Sieg und vier Podestplätzen!
Die Sportbike-WM 2026 mit MTM Kawasaki verlief von Anfang an durchwachsen. Mit Platz 5 und einem Sieg begann die Saison in Portimão verheißungsvoll, doch nach der Pole-Position bei seinem Heimrennen in Assen wechselten sich Freund und Leid ab. In der Hälfte der Rennen schied der Niederländer per Sturz aus, besonders der Crash in Most hatte langwierige Einschränkungen zur Folge. Nach einem unverschuldeten Sturz in Cremona ist die Saison für Veneman
«Für das letzte Rennen in Jerez werde ich nicht fit sein. Es war ein hartes Jahr, in dem ich seit dem Rennen in Most nicht mehr verletzungsfrei fahren konnte», betonte Veneman in seiner Kolumne bei Racesport.nl. «Damit endet eine Saison, die ich zugegebenermaßen am liebsten schnell vergessen möchte. Es ist frustrierend, denn es lag nicht an meiner Geschwindigkeit. Das ist vielleicht auch das Positive, das ich daraus ziehen möchte. Ich weiß, dass ich schnell genug bin, um vorn mitzufahren und konstant unter den ersten Fünf zu kämpfen.
Veneman weiter: «Im Motorsport braucht man aber manchmal auch ein bisschen Glück. Und davon hatte ich in dieser Saison definitiv nicht viel. Jetzt steht eine vollständige Genesung an erster Stelle. Danach sehen wir weiter, was das nächste Jahr bringt. Eines weiß ich jedenfalls mit Sicherheit: Das Tempo war da, und an mangelnder Motivation wird es nicht liegen.»
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