Kimi Antonelli (Mercedes): «Baku-GP schon am Samstag – das ist ein Vorteil»
Gehen die Antonelli-Festspiele in Baku weiter? Der 19-jährige Italiener ist in diesem F1-September ungeschlagen, er gewann in Monza und Madrid. Kimi sagt: «Ich will gleich so weitermachen.»
Kimi Antonelli jagt in den Strassen von Baku seinen dritten Sieg in Folge, nach den WM-Läufen von Italien (Monza) und Spanien (Madrid) will er nun erneut zuschlagen.
Serienweise Siege sind dem Bologneser nicht fremd: Von China (dem zweiten WM-Lauf der Saison 2026) bis Monaco (Anfang Juni) gewann der Mercedes-Teenager fünf Mal in Folge, das war das Fundament zu seinem (sehr wahrscheinlichen) WM-Titel 2026.
2025 wurde Kimi auf dem tückischen Strassenkurs von Startplatz 4 Vierter, 2024 als Formel-2-Pilot stand Antonelli im Hauptrennen als Dritter auf dem Siegerpodest.
Der WM-Leader sieht keinen Grund, an seiner Vorgehensweise etwas zu ändern, auch nicht in Baku: «Ich nehme immer ein Rennen ums andere und versuche, das Beste daraus zu machen.»
Dazu hat Kimi in scharfem Tempo zahlreiche Gelegenheiten, angefangen mit dem flotten Dreier Baku, Sepang, Singapur. Wobei in Baku alles um einen Tag früher stattfindet, weil der kommende Sonntag in Aserbaidschan ein Gedenktag ist und daher rennfrei bleiben muss.
Antonelli am Baku City Circuit: «Als ich von zu Hause losgefahren bin, habe ich mir ständig gesagt: ‚Warum fahren wir da schon hin?‘. Doch eigentlich ist der Grand Prix bereits am Samstag ein Vorteil bei drei Rennen in Folge, weil wir auf diese Weise einen Tag früher nach Malaysia aufbrechen und uns besser an die Zeitverschiebung dort gewöhnen können.»
«Ich kann es kaum erwarten, auf diesen drei Strecken zu fahren und herauszufinden, wo wir im Vergleich zu unseren Gegnern stehen. Für Baku habe ich ein gutes Bauchgefühl, normalerweise sind wir auf langsamen Kurven stark, das wird uns helfen. Wir müssen aber immer auf die Anderen schauen: Red Bull Racing wird an diesem Wochenende Updates bringen, das wird ihnen helfen. Und dann wird es interessant sein zu sehen, wie stark McLaren und Ferrari sind.»
Zu Sepang in Malaysia – wo der Grosse Preis von Bahrain nachgeholt wird – fällt Kimi ein: «Eine tolle Strecke, ich habe sie im Simulator geübt und kann es kaum erwarten, sie mit dem richtigen Wagen zu erkunden. Die Tatsache, dass ich dort noch nie gefahren bin, macht mir keine Sorgen, denn für die meisten von uns wird sie neu sein – nur wenige aus der aktuellen Startaufstellung sind dort gefahren, als die Strecke noch im F1-Kalender stand.»
Regen gehört zu Malaysia, doch Kimi meint: «Ehrlich gesagt wünsche ich mir Regen. Denn wir sind in Miami, in Kanada und auch in Zandvoort an einem Regenrennen vorbeigekommen. Und auf Strecken, wo es normalerweise regnet, wie Spa-Francorchamps und Silverstone, hatten wir schönes Wetter. Vielleicht sehen wir in Malaysia also endlich, wie sich diese Autos im Regen verhalten.»
Dann geht’s schon weiter nach Singapur. Antonelli: «Bei einem so dichten Plan ist Organisation das A und O. Wir reisen nach einem Rennen immer so bald es geht weiter, um genug Zeit im nächsten Land zu verbringen und uns an alles zu gewöhnen. Ich esse gut, trainiere konsequent und versuche, jede Zeitumstellung so schnell wie möglich zu überwinden.»
Sein Ziel fürs kommende Baku-Wochenende: «Dort weiterzumachen, wo ich in Madrid aufgehört hatte.»
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