Oscar Piastri (McLaren) zu Baku: «Es ist eine Hass-Liebe»
Der Baku City Circuit ist knifflig: Mal belohnt er, mal bestraft er. McLaren-Pilot Oscar Piastri kennt beide Seiten. Der Australier erklärt außerdem, er sich langsam mit seinem Auto anfreundet.
Oscar Piastri scheint in dieser Formel-1-Saison noch ein wenig in der Findungsphase. Und ausgerechnet jetzt geht es mit Baku auf eine Rennstrecke, in der ein Wochenende Licht und dann doch plötzlich Schatten sein kann. Oscar Piastri kennt beide Seiten des Aserbaidschan-GP: die des überraschenden Triumphes und die Begegnung mit der Mauer.
Piastri: Bestes und schlechtestes Rennen in Baku
Piastri vor dem Aserbaidschan-Wochenende: «Es ist in gewisser Weise eine Hass-Liebe mit dieser Strecke. Ich hatte hier mein bestes und mein schlechtestes Rennen jemals.» 2024 gewann er das Rennen. Und 2025 verunfallte er – und damit begann auch sein Abwärtstrend, nachdem er in der ersten Saisonhälfte auf WM-Kurs gewesen war.
Hoffen auf Wiederholung von 2024
Piastri über den Baku City Circuit: «Es ist hier immer jede Menge los. Es geht viel ums Selbstbewusstsein, man muss sehr stark ans Limit gehen. Es ist eine ungewöhnliche Kombination, einen Stadtkurs mit so massiven Bremszonen zu haben. Es ist spannend. Hoffentlich ist dieses Jahr mehr wie 2024.» Also das Siegerjahr.
Kommt Oscar Piastri inzwischen besser mit seinem Auto zurecht? Der Aussie: «Ein wenig, ja. Fortschritt ist nicht linear. Man findet immer ein paar Dinge, die funktionieren, und welche, die nicht funktionieren. Wir sind immer noch in dieser Phase. Im letzten Rennen war das Auto am Ende schnell, aber es war schwierig, die Rundenzeit aus ihm rauszubekommen.» Sein Teamkollege Lando Norris startete ja immerhin von der Pole-Position und hätte wohl ohne das für ihn unglückliche Virtuelle Safety-Car nach dem Stroll-Ausfall wohl auch das Rennen gewonnen. Piastri wurde Achter (hatte aber auch einen Schaden am Auto).
«Wir stehen definitiv nicht still»
Piastris Teamchef Andrea Stella hatte gemutmaßt, dass Piastri zu viel nachdenke beim Fahren. Was braucht der Australier also? Piastri: «Es muss sich ein wenig anders verhalten. Diesen Punkt haben wir in ein paar Rennen in diesem Jahr gefunden. Die Autos sind in diesem Jahr sehr anders als das, was wir vorher hatten. Und viele Dinge, die für mich in der Vergangenheit funktioniert haben, klappen jetzt nicht mehr. Es geht also darum, verschiedene Lösungen zu finden. Wir machen Fortschritt und probieren Dinge aus. Manche klappen, manche nicht. Aber wir stehen definitiv nicht still. Und es gibt nicht die eine einfache Lösung.»
Von seinem Team wird Piastri dabei tatkräftig unterstützt. Vielleicht werden der MCL40 und Piastri ja doch noch Freunde. Piastri: «Mit der begrenzten Zeit, die wir haben, muss man einen guten Plan haben, was man macht, und nicht einfach wahllos Sachen ausprobieren. Die Antwort vom Team ist sehr gut, wenn es darum geht, die Dinge so schnell wie möglich zu verbessern.»
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