Nico Hülkenberg (Audi) hofft auf Leistungssteigerung durch Upgrade
Audi bringt ein lange geplantes Upgrade-Paket mit nach Aserbaidschan. Was die Hoffnungen für das Rennen auf dem Baku City Circuit sind und was dieses Jahr beim Rennen am Kaspischen Meer neu ist.
Audi steht in der ersten Formel-1-Saison mit eigenem Motor und unter dem Namen Audi derzeit auf Platz 8 der Team-WM. Doch der Kampf im Mittelfeld ist eng, zuletzt machte vor allem die Konkurrenz von Alpine Audi Druck. Passenderweise ist für das Rennen in Baku nun auch ein umfangreiches Upgrade-Paket beim deutschen Team fällig.
Was erhofft sich der deutsche Pilot Nico Hülkenberg von diesem Paket und dem Wochenende? Der Rennroutinier: «Es ist ein Upgrade, also hoffen wir natürlich, dass es uns etwas mehr Leistung und einen Vorteil verschafft. Aber es geht auch um die Abstimmung mit der Fabrik, um die Entwicklung, darum, zu verstehen und Fortschritte für die Zukunft zu machen. Die Antwort darauf erhalten wir an diesem Wochenende, aber ich denke, auch in Kuala Lumpur und Singapur lernen wir mit einem Upgrade immer weiter dazu und vertiefen unser Verständnis dafür.» Nach Baku wird erst in Malaysia (der nachgeholte Bahrain-GP), dann in Singapur gefahren. Hülkenberg: «Ich denke, es sollte die Leistung steigern – um wie viel genau, werden wir erst herausfinden, wenn wir ins Rennen gehen.»
Paket war lange geplant
Hülkenberg erklärt weiter zum Paket: «Es war immer Teil unseres Plans, es hierher zu bringen. Das war der ursprüngliche Plan. Es hat also nichts mit den jüngsten Ereignissen zu tun.» Also der Gemengelage im Feld. «So hatten wir es einfach vorgesehen und geplant. Und natürlich ist der Prozess – von der Entwicklung über die Freigabe bis hin zur Fertigung, Logistik usw. – ziemlich komplex.» Das Paket ist also alles andere als ein Schnellschuss.
Es ist das erste Mal, dass die Formel 1 mit dem komplett neuen Reglement der neuen Saison in Aserbaidschan fährt, also neuer aktiver Aerodynamik und auch mit den neuen Motoren und entsprechend der viel diskutierten Energierückgewinnung. Entsprechend dürfte die Einfahrt in die Kurven nach den langen Geraden in diesem Jahr ein wenig anders ablaufen als aus den vergangenen Jahren bekannt.
Nico Hülkenberg macht sich aber keine großen Sorgen: «Ich finde nicht, dass es sich seltsam oder so anfühlt. So war es auch in Monza, genau das hatten wir auch in Spa, auf all diese Strecken mit ihren sehr langen Geraden und diesem Streckenlayout. Da passiert das nun einmal. Zu diesem Zeitpunkt im Jahr wissen wir bereits, wie das läuft. Wir haben uns gewissermaßen daran gewöhnt.» Die Formel-1-Fahrer hatten bereits 14 Rennwochenenden, mehrere davon auf Highspeed-Kursen, um sich daran zu gewöhnen. Hülki prognostiziert: «Es wird natürlich langsamer sein als im letzten Jahr, wenn man sich der ersten Kurve nähert, aber so ist es nun einmal.»
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