Lando Norris: Auf Augenhöhe mit Red Bull Racing-Star Max Verstappen?
Lando Norris zeigte auf dem Madring, was er kann. Den GP beendete er aber nur als Dritter. Johnny Herbert ist sich dennoch sicher: Der F1-Weltmeister ist so stark wie Ausnahmekönner Max Verstappen.
Beim jüngsten Formel-1-Kräftemessen waren die GP-Stars besonders gefordert. Nicht nur, dass sie zum allerersten Mal ein Rennwochenende auf dem Madring absolvieren mussten. Die Strecke auf dem IFEMA-Messegelände vor den Toren der spanischen Hauptstadt hat es auch in sich: Sie umfasst Mut-Passagen, gekrümmte Bremszonen und einige blinde Kurven.
Entsprechend schnell waren sich die GP-Piloten denn auch einig: Es ist nicht einfach, auf dem Strassenkurs eine gute Runde hinzubekommen. Dass es durchaus möglich ist, einen starken Umlauf zu zeigen, bewies Lando Norris am Qualifying-Samstag. Im entscheidenden Moment gelang ihm die fast perfekte Runde, für die er mit der Pole-Position belohnt wurde.
Auf Max Verstappens Niveau
Im Rennen machte er alles richtig – kam aber dennoch nur als Dritter hinter Sieger Kimi Antonelli und Red Bull Racing-Star Max Verstappen ins Ziel. Dennoch steht für den früheren GP-Piloten Johnny Herbert fest: Sein Landsmann fährt auf Augenhöhe mit dem vierfachen Champion.
Der 62-jährige Brite lobt im Gespräch mit «CasinoHawks» die Leistung des McLaren-Stars in den höchsten Tönen: «Der grosse Faktor ist für mich die Art und Weise, wie Lando fährt. Er bekommt nicht die Anerkennung, die er für seine brillante Leistung verdient. Ich denke, Lando holt derzeit das Maximum aus diesem Auto heraus. Er hat mittlerweile das Niveau von Max erreicht. Ich bin wirklich überzeugt davon, dass sie jetzt auf Augenhöhe kämpfen. Ihm fehlte bisher die Gesamtleistung, und in diesem Jahr haben wir gesehen, dass er diese erbringen kann.»
Schwierige Aufgabe für Oscar Piastri
Mit Blick auf Norris' McLaren-Teamkollegen Oscar Piastri schlägt Herbert kritischere Töne an: «Oscar sitzt im gleichen Boot wie George Russell. Ich denke, er muss einfach versuchen, seine Situation zu verbessern. Im letzten Jahr hatte er noch den Wow-Faktor. Aber der ist ihm gegen Ende der Saison abhanden gekommen.»
Und er warnt: Der Australier muss sich gegen einen Teamkollegen behaupten, der vollstes Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten hat. «Das macht es für Oscar nur noch ein bisschen schwieriger. Er muss etwas Ähnliches hinbekommen, aber das ist sehr, sehr knifflig, wenn Lando ihm einen Schritt voraus ist. Der Einzige, der das schaffen kann, ist deshalb Oscar selbst. Er muss sehr hart arbeiten und herausfinden, was schief läuft, denn Lando scheint im Moment die Kontrolle darüber zu haben, in welche Richtung sich das Team bewegt.»
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