Marco Bezzecchi: Datenanalyse von Aprilia bestätigte, was er schon wusste
Innerhalb dreieinhalb Monate hat Marc Marquez (Ducati) 102 Punkte Rückstand in der MotoGP-WM gegenüber Marco Bezzecchi in 33 Vorsprung verwandelt. Wie der Italiener aus dem Aprilia-Team damit umgeht.
Pole-Position mit furiosem Rundenrekord und Platz 2 im Sprint: Das Misano-Wochenende begann für Aprilia-Star Marco Bezzecchi hervorragend. Den Grand Prix am Sonntag führte er vor Marc Marquez an, doch der Italiener
Nach dem Grand Prix von Italien in Mugello am 31. Mai führte Bezzecchi die Weltmeisterschaft an und hatte sagenhafte 102 Punkte Vorsprung gegenüber dem damals achtplatzierten Titelverteidiger Marc Marquez. Doch der Schwung vom Saisonstart ist verpufft, vor den Rennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg am kommenden Wochenende liegt der Italiener nur noch auf dem dritten WM-Rang und hat gegenüber Leader Marc Marquez ein Defizit von 33 Punkten.
Marco Bezzecchi weiß, was er falsch machte
Die Schmach bei seinem Heimrennen hat er in den vergangenen Tagen zu vergessen versucht, in seiner Medienrunde in Österreich am Donnerstag betonte «Bez», dass er grundsätzlich ohne spezielle Erwartungen zu einem Rennwochenende komme. «Ich versuche immer, bei null und bestmöglich loszulegen, ich will wieder schnell sein», hielt das Aprilia-Ass fest. «Ich habe alle Daten von meinem Fehler analysiert und mir im Detail angeschaut, was ich falsch gemacht habe. Dabei wurde bestätigt, was ich schon vorher wusste. Ich versuche, das Positive aus dem Wochenende mitzunehmen, und davon gab es viel: meine Geschwindigkeit und die Konstanz im Sprint. Klar war ich traurig, wie es endete, aber ich habe noch weitere Chancen.»
Wir sind schnell, kämpfen und müssen unglücklicherweise riskieren.marco bezzecchi
Bezzecchi musste dieses Jahr zahlreiche Enttäuschungen verarbeiten, ohne seine vielen Stürze könnte er die Weltmeisterschaft überlegen anführen. Einfacher macht es das für ihn nicht: «Es wäre besser, keine Rückschläge zu haben, aber sie gehören zum Spiel. Wir sind schnell, kämpfen und müssen unglücklicherweise riskieren. Offensichtlich ist das schmerzhaft, aber es gehört zu unserem Job. Und es wird auch mit der Zeit nicht einfacher.»
Bezzecchi: «Rückstand ist nicht verrückt groß»
Der 27-Jährige weiß, dass die Weltmeisterschaft offen, dass nichts unmöglich ist. «Die Lücke ist groß, aber nicht verrückt groß», meinte er zu seinen 33 Punkten Rückstand. «Mit dem heutigen Format ist es aber so, dass die Möglichkeit, Punkte aufzuholen oder zusätzliche zu verlieren, größer geworden ist. Marc ist ein harter Rivale, Jorge Martin ebenfalls, einfach wird es nicht. Mein Ziel ist im Moment, meine Konstanz wiederzufinden. Zuerst war ich sehr konstant, dann unterliefen mir einige Fehler, dann war ich verletzt und seither ist es ein Auf und Ab. Sobald ich mein Ziel erreicht habe, werde ich mein Bestes geben, um konkurrenzfähig zu sein, damit ich bis zum Ende kämpfen kann.»
Von seinem Sturz in Misano hat er sich in den vergangenen vier Tagen einigermaßen erholt, nur das Knie schmerzt noch. «Das kommt aber nicht von dem Crash, sondern liegt am Heilungsprozess, der immer noch im Gang ist», schilderte Bezzecchi. «Es wird jeden Tag ein bisschen besser – ich hatte erwartet, dass es schneller geht.»
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