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Supersport: Marcel Brenner – noch kein Comeback, aber Präsenz gezeigt

Der im Livestream festgehaltene Highsider von Marcel Brenner beim Euro Moto-Event in Most ist noch in guter Erinnerung. Auf dem Nürburgring besuchte der Schweizer sein Ducati-Team.

Im Artikel erwähnt

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Rückblick: Dritte Euro Moto-Saisonstation 2026 am 26. Juni im tschechischen Most. Im zweiten Supersport-Rennen des Wochenendes verunfallte Marcel Brenner Ende der vierten Rennrunde auf Platz 2 liegend per spektakulärem Highsider und musste ziemlich schwer verletzt medizinisch erstversorgt und schließlich per Hubschrauber abtransportiert werden. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen. Nach dem Neustart kam es zu einem weiteren Crash und roten Flaggen. Letztlich wurde es kein drittes Mal neu gestartet und blieb somit ein Rennen ohne Wertung.

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Marcel Brenner trug bei seinem Crash einen gebrochenen Rückenwirbel, eine Lungenquetschung und ringsum starken Prellungen davon. Auf dem Nürburgring stattete der Schweizer der Euro Moto und seinem polnischen Automarket AF Racing Team auf dem einen Besuch ab. SPEEDWEEK.com erkundigte sich beim Schweizer nach dem Stand seines Genesungsprozesses.

Ich weiß noch alles vom Sturz.

Marcel Brenner

Zunächst wollten wir wissen, was er vom Unfall noch weiß: «Ich weiß noch alles vom Sturz. Ich war plötzlich quer und dann flog ich ganz hoch. Das war der Moment, in dem ich dachte: ‹Oh, jetzt wird es wehtun.› Es hat dann auch wehgetan, was ich bis heute, zwei Monate danach, noch merke. Es war ein sehr heftiger Sturz und ich habe auch viele Rückmeldungen bekommen aus dem Fahrerlager und auch von außerhalb dessen. Als ich den Sturz später noch einmal angeschaut habe, dachte ich, dass ich alles Mögliche kaputt haben müsste. Aber unsere Fitness bringt in solchen Situationen echt viel. Deswegen rate ich auch jedem Hobby-Fahrer, ordentlich zu trainieren.»

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Ohne Schmerzmittel unterwegs

Zu seinen diagnostizierten Verletzungen nach seiner Odyssee gleich nach dem Sturz per Heli in ein Krankenhaus nach Prag und am nächsten Tag per schweizerischer Rettungsflugwacht Rega ins Inselspital Bern rekapitulierte er noch einmal: «Also der Rückenwirbel T 10 war gebrochen. Das war zwar alles instabil, aber nicht so gefährlich, dass Lähmungserscheinungen auftreten könnten. Der Wirbel ist operiert und mit vier Schrauben über die T9 und T 11 operativ versteift worden. Das war die größte Verletzung, die ich je hatte. Das Schlimmste war bei mir bisher eine Handverletzung. Da wurde ich operiert und am nächsten Tag konnte ich wieder nach Hause.»

Und wie geht es ihm aktuell? «Ich muss keine Schmerzmittel mehr nehmen, aber ich merke es schon immer wieder im Rücken, zum Beispiel wenn ich liege. Mit dem Muskelaufbau bin ich noch nicht zufrieden, aber das kommt alles noch gut. Von den Schmerzen her, würde ich schon wieder fahren», so der 29-Jährige.

Würde, denn an einen Rennstart ist in dieser Saison nicht mehr zu denken. «Ich würde gern wieder fahren, aber ich habe einfach noch dieses Schleudertrauma und Schwindelgefühle. Damit möchte ich einfach noch nicht wieder aufs Bike gehen. Das Schleudertrauma war zurückblickend das größere Problem als die körperlichen Schmerzen. Das kam vom Nacken her, denn mein Kopf ist in kürzester Zeit auf das Brustbein geschlagen.»

Brenner will wiederkommen

Dass er auf die Rennstrecke zurückkehrt, war für ihn von Anfang an klar. «Den Sturz habe ich sehr gut verarbeitet. Natürlich hat man Gedanken gehabt, dass das eine heftige Verletzung war und ob man das noch einmal erleben will. Aber das war bei mir jetzt einmal in 22 Jahren. Das kann passieren, das ist Motorsport. Da muss man weitermachen, und ich mache den Sport ja auch sehr gern. Es würde mehr wehtun, wenn ich das nicht mehr machen würde.»

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Wie es bei ihm konkret weiter geht, kann er noch nicht sagen. Nur so viel: «Ich will auf jeden Fall weitermachen und bin mit meinem diesjährigen Team in Verhandlung. Ich fühle mich sehr wohl bei ihnen, und das sind auch meine ersten Ansprechpartner.»

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