Lando Norris forderte Colapinto-Sperre – nun ist auf einmal alles anders
Der Engländer Lando Norris (26) war nach dem Aserbaidschan-GP richtig stinkig und forderte, man sollte Franco Colapinto mit einer Rennsperre belegen. Doch nun kommen auf einmal versöhnliche Töne.
Diese Szene gab nach dem Grossen Preis von Aserbaidschan viel zu reden: Re-Start zum Grossen Preis von Aserbaidschan, aber Alpine-Fahrer Franco Colapinto verschätzt sich beim Anbremsen von Kurve 1, er ist viel zu schnell, sticht verzweifelt an die Innenseite, rutscht dann mit blockierten Rädern geradeaus, dort trifft er ausgerechnet den Wagen seines Teamkollegen Pierre Gasly, der wiederum wird ins Rennauto von Lando Norris gestubst – aus für alle drei.
Danach kannte der Ärger von Lando Norris keine Grenzen. Der 2025er F1-Weltmeister schäumte: «Ein solcher Fahrstil gehört nicht in die Königsklasse, Colapinto müsste für ein Rennen gesperrt werden.»
Das sahen die Regelhüter anders: Die Rennkommissare brummten dem ungestümten Argentinier Colapinto eine Strafversetzung von fünf Rängen zurück im kommenden WM-Lauf von Bahrain auf (ausgetragen in Malaysia), von einer Sperre wollten sie nichts wissen.
Vielleicht hat Norris unterschätzt, welche Lawine er da lostritt, denn – nicht zum ersten Mal, wenn es um Colapinto geht – Fans vorrangig aus Argentinien verloren die Fassung und deckten den englischen Champion Norris im Netz mit Schmähungen, Hohn, Spott, Hass und Drohungen ein.
Das ging so weit, bis Alpine einschreiten und zur Mässigung im Netz aufrufen musste. Was aus Erfahrung wenig nützen wird.
Nun versucht Norris, die Wogen ein wenig zu glätten. Auf Instagram hat er sich so zu Wort gemeldet: «Insgesamt war es ein hartes Wochenende in Baku, und natürlich war das vorzeitige Ende des Rennens enttäuschend.»
«Nach dem Rennen habe ich Franco eine Nachricht geschickt und mich für meine Äusserungen entschuldigt, die ich einfach nicht hätte machen dürfen. Die Emotionen kochten hoch, aber das ist keine Entschuldigung.»
«Es war falsch von mir. Ich habe im Laufe der Jahre selbst Fehler gemacht und weiss, dass dies ein fester Bestandteil des Rennsports und des Kampfes am Limit ist.»
«Franco und ich haben uns immer gut verstanden, wir sind nach wie vor gute Freunde und freuen uns beide darauf, an diesem Wochenende wieder ins Renngeschehen einzusteigen.»
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