Lando Norris (McLaren) nach Monaco-Aus: «Es tut einfach weh»
Lando Norris musste in Monaco mit einem Problem an der Antriebseinheit abstellen. Der McLaren-Pilot war niedergeschlagen, betont aber, dass er Hoffnung hat, dass ihn das Pech nicht komplett verfolgt.
Bitteres Aus für Lando Norris in Monaco! Mit einer «Störung in der Antriebseinheit», wie Teamchef Andrea Stella sagte, musste er nach 45 von 78 Runden in die Garage kommen und seinen McLaren abstellen.
Schon in Runde 32 begannen für den Engländer die Probleme: Er meldete Aussetzer. Zwei Runden später wurden Norris‘ Funksprüche ans Team dann finsterer: «Keine Power, keine Batterie». Teamchef Zak Brown erklärte im Rennen: vermutlich Power-Unit-bezogen.
Probleme zur Mitte des Rennens bei Norris
In Runde 42 bekam Norris dann den Befehl, George Russell hinter sich zu halten, um so seinem McLaren-Teamkollegen Oscar Piastri weiter vorne im Feld zu helfen. Doch Norris gelang das nicht lang – drei Runden später zog Russell im Tunnel an Norris vorbei. Norris funkte: «Irgendwas stimmt nicht. Ich habe keine Batterie.»
Kurz darauf bekam Norris den Funkbefehl, sein Auto am Ende der Runde abzustellen. Nach 45 Runden war der Grand Prix von Monaco beendet. Bitter: Schon im zweiten freien Training am Freitag hatte Norris Batterieprobleme, blieb in der Anfahrt zur Nouvelle Chicane liegen. Doppelt bitter: Für Norris ist es das zweite GP-Aus in Serie. In Kanada hatte er mit einem Getriebeschaden abstellen müssen.
«Das war meine Chance»
Nach dem Rennen sagte Norris: «Ich bin eigentlich fast froh, dass ich aus dem Rennen bin. Ich kämpfe um Platz 8.» 2025 kämpfte er bekanntlich erfolgreich um den WM-Tiel. Dazu kam, dass nach Norris‘ Aus die Konkurrenz durch Strafen geschwächt wurde. Norris: «Gasly hat jetzt eine Strafe (für zu schnelles Fahren in der Boxengasse, Anm.). Das war meine Chance, da zu sein und ein paar Punkte zu holen.»
«Wir werden nicht belohnt»
Der Brite stellt klar: «An diesem Punkt der Saison erwarten wir kein Sieg oder ein Podium. Aber wir müssen möglichst viel an Platz 6, 7, 5 herausholen. Es ist nicht viel, aber die Punkte summieren sich. Ich arbeite hart, das Team arbeitet hart, aber wir werden nicht belohnt. Wir hatten einfach Pech. Mal ist es unser Fehler, mal technisches Versagen, mal einfach Pech.»
Norris stellt aber klar: «Ich habe immer Vertrauen in das Team. Manche Dinge brauchen länger. Wir hatten ein gutes Wochenende in Miami, wir hätten das Rennen dort gewinnen können. Und hier sind wir dann sechs Zehntelsekunden weg über eine einzelne Runde. Das zeigt, wie verrückt auf und ab es geht. Es zeigt, wie schwierig es ist, das Auto ins richtige Fenster zu bekommen, jedes Wochenende gut zu performen. Und es zeigt, wie schwierig unser Auto ist. Mal 0,6 Sekunden zurück zu sein und mal um Siege zu kämpfen, ist ziemlich beeindruckend.» Das sagte er mit ironischem Unterton.
Norris: «Wir alle arbeiten hart, wir geben alle unser Bestes. Aber wir haben manchmal einfach Pech und werden für die gute Arbeit nicht belohnt. Ich habe immer noch das Vertrauen, dass wir im Lauf der Saison an diesen Punkt kommen. Es tut einfach weh, so viele Rennen zu starten und sie nicht mal zu Ende zu fahren. Aber so ist das Leben manchmal.» Diese Woche geht’s in Barcelona weiter – und hoffentlich sind nicht für Norris aller bösen Dinge drei.
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