Max Verstappen (2./Red Bull Racing) hatte nicht ans Ungarn-Podium geglaubt
Max Verstappen und Red Bull Racing fuhren im F1-GP von Ungarn stark auf Platz 2 vor! Dabei war er im Qualifying noch auf Platz 6 gelandet. Mit welchem Strategie-Coup er schließlich aufs Podium kam.
Für Max Verstappen (Red Bull Racing) ging es in Ungarn Schritt für Schritt bergauf – immer zwei Schritte auf einmal! Erst rückte er am Samstagabend nach dem Qualifying zwei Positionen in der Startaufstellung nach vorn (Hamilton und Antonelli waren bestraft worden). Aus Platz 6 wurde Platz 4. Und im Grand Prix überzeugte er mit einer starken Performance, starken Überholmanövern und einer mutigen Strategie, die sich auszahlte. Von Platz 4 fuhr er auf Platz 2 vor!
Verstappen sagte nach dem Rennen unter lauten Gesängen seiner Fans, die ihn mehr feierten als Sieger Lando Norris: «Ich hätte nicht gedacht, auf dem Podium zu stehen. Wir haben hart dafür gearbeitet. Der Start war anständig. Dann nach dem ersten Stopp wieder vor Lewis (Hamilton, Anm.) zu kommen, war wichtig. Dann habe ich einfach versucht, auf dem Reifen zu überleben und die richtigen Entscheidungen zu treffen mit der Strategie.»
Strategie-Coup von Verstappen
Verstappen war wie die meisten seiner Kollegen auf Medium gestartet. Nach 15 Runden wechselte er auf Hart, ging dabei ebenfalls mit dem Trend. In Runde 42 begann Verstappen dann, gegen den Strom zu schwimmen! Die meisten Kollegen an der Spitze gingen von Hart auf Hart (sie hatten im ersten Stint ja bereits eine andere Reifenmischung drauf gehabt). Doch Verstappen holte sich weiche Reifen ab! Und die prügelte er bis ins Ziel.
Unter dem Virtuellen Safety-Car, das Oscar Piastri mit seinem Getriebeschaden ausgelöst hatte, gingen unter anderem die Ferrari-Piloten zum Reifenwechsel. Nicht so Verstappen. Der zog auf Soft weiter durch. Sein Renningenieur Gianpiero Lambiase hatte ihm vorhergesagt, dass die Reifen halten sollten, und: «Du wirst am Ende des Rennens noch viel Spaß haben.» Und wie!
Auf dem Weg zu Platz 2 hatte Verstappen immer wieder über sein Auto geklagt, ebenso am Samstag. Nach dem Rennen sagte er: «Ich bin sehr glücklich, hier Zweiter zu sein, wenn man alles in Betracht zieht.»
«Alles unter Kontrolle»
Verstappen lieferte sich wie in den alten Tagen ein enges Duell mit Lewis Hamilton, zog in Runde 16 kurz nach den Stopp, der beiden stark am siebenmaligen Weltmeister vorbei, nachdem beide Lawson passiert hatten. Starkes Manöver! Verstappen dazu: «Ich habe die Chance als meine einzige gesehen und bin einfach reingegangen. Wir sind gut auf den Bremsen. Das war alles unter Kontrolle.»
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