Hamilton (Ferrari/4.) ohne Strafe: «Ich weiss nicht, was ich erwarten soll»
Eine Weile durften die treuen Tifosi träumen: Lewis Hamilton hielt die Bestzeit im Madring-Qualifying, dann kamen Norris, Antonelli und Verstappen. Hamilton stellt sich nach der Quali viele Fragen.
Auf dem Madring lag eine Sensation in der Luft: Ferrari-Superstar Lewis Hamilton hielt die Bestzeit, und die einen oder anderen Tifosi werden sich voller Vorfreude gefragt haben – wann stand der siebenfache Weltmeister eigentlich vorderhand letztmals auf einer GP-Pole? Es war in Ungarn 2023, damals noch im Mercedes.
Aber dann lösten sich die Pole-Hoffnungen von Ferrari in Luft auf, denn Lando Norris, Kimi Antonelli und Max Verstappen machten das zum Schluss auf dem Madring noch wenig besser. Damit muss Hamilton weiter warten und Ferrari ebenfalls, die Roten sind nun seit Ungarn 2025 (Charles Leclerc) ohne GP-Pole.
Wie immer macht der Lewis Hamilton aus seinem Herzen keine Mördergrube, dass die 105. Formel-1-Pole flöten gegangen ist. Sein Gesicht sagt alles.
Der Engländer stuft seine Quali so ein: «Das Auto hat sich gut angefühlt, wir waren einfach nicht schnell genug. Was das Rennen angeht, so weiss keiner von uns so genau, was auf dem Madring auf uns zukommt. Auf den ersten Blick wird Überholen schwierig, aber um ehrlich zu sein, weiss ich nicht, was ich vom Grand Prix erwarten soll.»
Kleiner Trost: Die Rennkommissare des Autosport-Weltverbands FIA sehen davon ab, Lewis Hamilton eine Strafe aufzubrummen. Zur Erinnerung: Der 41-jährige Brite war nach seinem Crash im dritten freien Training mit kaputtem Ferrari weitergefahren und stellte seinen Dienstwagen erst ab, als es wirklich nicht mehr ging.
Die Vorgabe der Regelhüter lautet eigentlich: Ein beschädigtes Auto, das sich in unsicherem Fahrzustand befindet, muss zur Seite gestellt werden, und zwar zackig. Hamilton kann von Glück reden, dass die Rennkommissare hier einige Augen zugedrückt haben.
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