Pedro Acosta über das Scharmützel mit Aldeguer: «Wir haben Mist gebaut»
KTM-Werksfahrer Pedro Acosta rettete im Misano-Sprint der MotoGP den sechsten Platz – nach einem unglücklichen Zweikampf mit Fermin Aldeguer, falscher Reifenwahl und einer schwächelnden RC16.
Im Q2 war für Pedro Acosta bei 1:30,640 min Schluss – Rang 7 und damit ein Start aus der dritten Reihe. Der Beginn des 13-Runden-Sprints lief besser: Nach der ersten Runde lag der Spanier auf Position 5 und hatte direkten Anschluss an das Führungsquartett.
Sehenswert wurde es, als Fermin Aldeguer (Ducati) sich in Szene setzte und einen Zweikampf mit Acosta begann. Das Gerangel ging am Ende zugunsten von Acosta aus – doch Alex Marquez (Ducati) nutzte die Gelegenheit und schlüpfte sowohl Acosta als auch Aldeguer durch.
Der Zweikampf hat laut Acosta zu einer anderen Renndynamik für ihn geführt: «Aldeguer und ich haben Mist gebaut. Das hat uns viel Zeit gekostet, ohne diesen Zweikampf wären wir beide näher an Martin dran gewesen», ärgerte sich Pedro, betonte aber, dass der Kampf fair gewesen sei. Der Zeitverlust war messbar, in der Runde des Zweikampfes verlor Acosta etwa anderthalb Sekunden gegenüber der Spitze. Anschließend musste er Raul Fernandez (Aprilia) hinter sich halten.
Neben dem Zweikampf spielte auch die Wahl des Hinterreifens eine Rolle: Acosta entschied sich für die weiche Mischung. «Das machte alles schwieriger.» Am Ende verlor er sieben Sekunden auf
Acosta erwischte ohnehin keinen guten Tag, ein Stimmungshoch war nicht zu verzeichnen. Das hatte Gründe: «Es gab rundherum mehr Probleme, hauptsächlich technische Dinge. Das ist frustrierend, wenn du Dinge versuchst und nichts funktioniert.» Mit P6 sei er angesichts der Umstände zufrieden.
Zehn Sekunden Vorsprung auf Binder
Beängstigend bleiben die Leistungsunterschiede innerhalb der eigenen Marke: Teamkollege Brad Binder kam als zweitbester KTM-Pilot zehn Sekunden hinter Acosta und auf Rang 14 außerhalb der Sprintpunkte ins Ziel. Acosta ist damit der einzige KTM-Fahrer, der das Werk in den Ergebnislisten nach vorne bringen kann. «Wenn du nur ein paar starke Punkte hast und die auch noch verlierst, macht das alles noch schlimmer. Wir arbeiten hart daran, eine Lösung zu finden, aber im Moment haben alle KTM dasselbe Problem.» In der WM bleibt Acosta mit 193 Punkten Sechster.
Und das Rennen am Sonntag? «Wer weiß, ob ich morgen überhaupt aufwache», scherzte Acosta, wurde dann aber ernst: «Wir stecken in einer schwierigen Lage, weil wir nicht einmal verstehen, warum ich diese Probleme habe.»
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