Zarco einsichtig nach Vergehen im Qualifying: «Die Strafe ist berechtigt»
Der letzte Punkt im Sprintrennen von Misano ging nicht an LCR-Pilot Johann Zarco - nach dem Auftakt in das Wochenende blieben Verbesserungen aus. Größerer Grund für Frust war jedoch ein anderer.
Der fünfte Platz in der ersten Einheit am Freitag in Misano, im Zeittraining mit einem achten Platz der direkte Einzug ins Q2: Der Auftakt ins Wochenende des San-Marino-Events der MotoGP verlief nach Maß für Johann Zarco. Der Samstag entwickelte sich jedoch weniger erfolgreich für den LCR-Frontmann: «Ich bin frustriert vom Vormittag, denn da ist es mir nicht gelungen, auf den tollen Freitag noch einen draufzusetzen.» Im FP2 hatte sich der negative Trend angedeutet, im Qualifikationstraining reichte es ebenfalls nicht mehr für einen Platz unter den ersten Zehn für den Franzosen.
Der größte Dämpfer folgte dann nach dem Qualifikationstraining: Der 36-Jährige muss für den Grand Prix am Sonntag eine Grid-Strafe hinnehmen, zu Beginn des Q2 hatte er Marco Bezzecchi auf einer schnellen Runde behindert. Für Zarco ein weiterer Grund für Frust: «Die zweite Startreihe war definitiv möglich, doch die habe ich verpasst. Dass ich dazu Bez nicht wahrgenommen habe, war mein Fehler. Die Strafe ist berechtigt.» Damit wird der Mann mit der Nummer 5 das Sonntagsrennen, statt von Rang 11, nur von Startplatz 14 aus in Angriff nehmen müssen.
Auf Rang 10 fuhr der populäre Franzose im Sprintrennen, direkt hinter Markenkollege Luca Marini. Ein Angriff auf die letzte Punkteplatzierung war jedoch außer Reichweite für den zweimaligen Moto2-Weltmeister: «Ich bin ein paar gute Runden gefahren. Aber nicht gut genug, um Marini abzufangen. Ich hatte die Hoffnung, noch einen Zähler einzufahren, aber wir hatten Schwierigkeiten.» Schwierigkeiten, die aus der Reifenwahl resultierten. Zarco zählte zu den Piloten, die noch in der Startaufstellung vom weichen auf den mittelharten Hinterreifen wechselten.
Eine Wahl, die sich nicht auszahlte, mit der Zarco aber leben konnte: «Es ist wie beim Boxen. Wenn du kämpfst, dann musst du akzeptieren, auch mal Schläge einstecken zu müssen. Darauf hat man keine Lust, aber es gehört dazu. Und auch wenn wir keinen Punkt geholt haben – dafür gab es gute Daten», rundete der lange verletzte Routinier sein Tagesfazit ab.
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