Ferrari-Ass Charles Leclerc: Fragezeichen nach Qualifying auf dem Madring
Charles Leclerc musste sich im Abschlusstraining auf der neuen GP-Strecke von Madrid mit dem fünften Platz begnügen. Der Monegasse sagt, welcher Frage Ferrari nach der Zeitenjagd nachgehen muss.
Für Charles Leclerc endete das Qualifying auf dem brandneuen Madring nicht nach Wunsch: Der Ferrari-Pilot war am Ende 0,195 sec langsamer als Polesetter Lando Norris und musste sich mit dem fünften Platz begnügen. Sein Teamkollege Lewis Hamilton war nur sechs Tausendstel schneller geblieben und hatte sich damit einen Platz in der zweiten Startreihe gesichert.
Der Monegasse rätselte nach dem Aussteigen: «Vielleicht konnte ich mich einfach nicht so stark verbessern wie die Gegner. Aber meine Runde war ziemlich sauber. Klar, da und dort gab es einige Stellen, an denen ich wohl etwas Zeit verloren habe, und wenn ich mir anschaue, wie knapp es am Ende war, dann ist das natürlich etwas frustrierend. Gleichzeitig denke ich, dass jeder Fahrer im Feld sagen würde, dass er noch Zeit finden kann, wenn man ihn danach fragt.»
Dass sich Titelverteidiger Lando Norris die beste Startposition sichern konnte, war für viele Beobachter eine Überraschung. Denn der McLaren-Pilot hatte in den freien Trainings keine Top-3-Zeit geschafft. Das zweite Training verpasste er sogar grösstenteils, weil das Getriebe in seinem MCL40 ausgetauscht werden musste.
Leclerc gesteht denn auch: «Es muss eine sehr gute Runde gewesen sein, die er am Ende gedreht hat, denn vorher sah es nicht danach aus, als würde er sich die Pole schnappen können. Aber ich habe auch nicht viel mitbekommen, denn ich war damit beschäftigt, selbst eine schnelle Runde zu drehen. Deshalb habe ich mich auch vornehmlich auf meine eigene Arbeit konzentriert.»
Der neunfache GP-Sieger verriet auch, was ihm nach dem Qualifying Kopfzerbrechen bereitet: «Ich habe im ersten Sektor vier Zehntel verloren, das müssen wir uns anschauen. Meine Vorbereitungsrunden waren nicht ideal, aber vier Zehntel sind sehr viel, und ich weiss nicht, was da los war. Klar, es gibt da viele Geraden, aber ich bezweifle, dass wir auf diesen ganze vier Zehntel eingebüsst haben.»
Mit Blick auf den hohen Reifenabbau, der den Teams und Fahrern am Trainingsfreitag zu schaffen machte, fügte Leclerc an: «Das Reifenmanagement wird sicherlich ein Thema. Normalerweise verbessern sich die Streckenverhältnisse. Doch am Freitag war dies die mit Abstand schlimmste Piste, was den Abbau angeht. Auf dieser Strecke kann man eigentlich nicht so gut überholen, aber wenn der Abbau im Rennen auch so hoch ausfällt, dann könnte es sein, dass man trotzdem an einem Gegner vorbeiziehen kann.»
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