Der neue Stern am Himmel: Muklada Sarapuech könnte die WorldWCR aufmischen
Offiziell ist Muklada Sarapuech als Wildcard-Pilotin bei den Meetings der WorldWCR 2026 dabei. Tatsächlich hat sich die Thailänderin längst als ernst zu nehmende Gegnerin etabliert, gerade für 2027.
Bisher wird die Women's Circuit Racing World Championship – kurz WorldWCR – von spanischen Pilotinnen dominiert. Den ersten Titel gewann Ana Carrasco 2024, den zweiten Maria Herrera 2025. In diesem Jahr kämpfen Herrera und Neila um die Weltmeisterschaft, dazu bringt sich
Teilnehmerinnen anderer Nationen konnten sich bisher nicht nachhaltig in Szene setzen, etwa die Engländerin Chloe Jones oder die Französin Lucie Boudesseul. In diesem Jahr macht Muklada Sarapuech von sich reden. Die Entwicklung der 32-Jährigen macht Hoffnung, dass es in der Frauen-Weltmeisterschaft auf vorderen Positionen bald bunter zugehen wird. Sarapuech ist nach der Taiwanesin Chun Mei Liu (2024/2025) erst die zweite Asiatin in der Frauen-Weltmeisterschaft.
Die Thailänderin meldete sich spät für die WorldWCR 2026 an und muss für jedes Meeting einen Startplatz beantragen – so wie es Herrera 2024 getan hat. Womit Sarapuech beeindruckt: Trotz der klimatischen Umstellung, der anderen Lebensweise in Europa und fehlender Streckenkenntnisse verpasste sie nur im ersten Saisonrennen in Portimão als Elfte die Top-10. In Assen fuhr sie bereits fünfte Plätze ein und in Misano war das erste Top-3-Finish fällig. Auch in Donington Park stand die EEST NJT-Pilotin als Dritte auf dem Podium.
«Ich wusste, dass es vom achten Startplatz aus schwierig werden würde, aber ich konnte einen guten Start hinlegen. Maria und Paola waren ganz vorn unglaublich schnell, aber mit jeder Runde lernte ich mehr darüber, wie man diese Strecke fährt», erzählte Sarapuech. «Ich habe mein Bestes gegeben, um Runde für Runde das Tempo zu erhöhen, und dann gemerkt, dass sich eine Gruppe von Fahrerinnen neben mir befand. Ich wollte unbedingt auf das Podium, also habe ich mein Bestes gegeben, um die letzte Runde gut zu managen und die Streckenabschnitte auszunutzen, auf denen ich weiß, dass ich schnell bin. Ich habe daran geglaubt, dass ich den dritten Platz holen kann, und ich habe es geschafft.»
Sarapuech und ihr thailändisches Team peilen für 2027 die permanente Teilnahme an. Mit ihrer Abgeklärtheit und mit der in diesem Jahr gewonnenen Erfahrung könnte die aus Pathum Thani stammende Thailänderin in die Phalanx spanischer Top-Pilotinnen eindringen.
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