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Mark Webber: «Das kann Vettel nicht ausstehen»

Ex-GP-Pilot Mark Webber kennt WM-Leader Sebastian Vettel aus früheren Tagen, in denen beide Piloten als Red Bull Racing-Teamkollegen für den gleichen Rennstall antraten. Der Australier verrät, wie der Ferrari-Star tickt.

Formel 1

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Fünf Jahre lang waren Sebastian Vettel und Mark Webber als Teamkollegen in der Formel 1 unterwegs. Und in dieser Zeit gab es zwischen dem Deutschen und dem Australier gleich mehrmals Zoff – man denke da nur an die Multi-21-Affäre, die sich im Malaysia-GP von 2013 ereignete. Da ignorierte Vettel die Team-Vorgabe, seinen damaligen Teamkollegen nicht anzugreifen und schnappte sich so den Sieg.

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Webber, der vom Angriff überrascht wurde und am Ende mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen musste, schäumte nach dem Rennen und erklärte in der darauffolgenden Pressekonferenz: "Ich wollte auch kämpfen, aber das Team hat die Entscheidung gefällt, um die Reifen zu schonen und das Auto bis ins Ziel zu bringen. Letztlich hat Seb seine eigene Entscheidung getroffen und die Team-Vorgabe ignoriert."

Auch mehr als fünf Jahre nach dem Zwischenfall kann sich Webber noch gut an diese und andere Szenen erinnern, die sich zwischen ihm und dem Heppenheimer ereigneten. In einem Podcast mit den Kollegen der offiziellen Formel-1-Website erzählt der heute 41-Jährige von einer besonderen Schwäche des Ferrari-Stars. Dieser neige unter Druck dazu, Nerven zu zeigen, so Webber.

"Vettel hat Momente, in denen er ausrastet", erzählt der neunfache GP-Sieger. "Das war früher so und ist auch heute nicht anders. Er legt sich einen Plan zurecht und oft geschehen diese Ausraster in Situationen, die man nicht planen kann, wie etwa während einer Safety-Car-Phase. Im Abu-Dhabi-Lauf von 2012 verlor er hinter dem Safety-Car die Kontrolle und wir haben auch beim letztjährigen Aserbaidschan-GP gesehen, wie er durchdrehte."

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Der Langstrecken-Weltmeister von 2015 erinnerte sich natürlich auch an den Japan-GP von 2007, in dem Vettel – damals noch im Toro Rosso-Renner unterwegs – während einer Safety-Car-Phase ins Heck des Red Bull Racing-Fahrzeugs von Webber krachte. "Es hätte ein einmaliges Podest werden können", seufzt Webber heute noch.

"Red Bull Racing und Toro Rosso zusammen auf dem Treppchen – das hatte es noch nie gegeben. Ich weiss, dass sich Seb hinterher die Augen ausheulte, er war am Boden zerstört", erinnert sich der 215-fache GP-Teilnehmer, der aber auch klarstellte: "Es war auch bis zu einem Grad die Schuld von Lewis Hamilton." Denn der Brite, der damals noch in Diensten von McLaren stand und das Rennen anführte, änderte sein Tempo immer wieder und sorgte schliesslich damit auch für den Auffahrunfall, der sich hinter ihm ereignete.

Webber ging beim Gespräch auf eine weitere Schwäche seines früheren Nebenmanns ein. Er offenbarte, dass der heute 31-jährige Ferrari-Star es hasst, wenn er das Qualifying auf Reifen bestreiten muss, deren Verhalten schwer einzuschätzen ist. "Das kann Sebastian Vettel nicht ausstehen. Er hasste das", weiss der frühere Rennfahrer, der heute als TV-Experte in unregelmässigen Abständen im Fahrerlager unterwegs ist.

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