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Max Verstappen fordert: Diese Rennen müssen bleiben!
​Formel-1-Champion Max Verstappen beobachtet, wie Traditions-GP wegbrechen: Imola weg, Zandvoort über 2026 hinaus weg, Spa nur noch alle zwei Jahre. Der Niederländer sagt, welche Rennen bleiben müssen.
Formel 1
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Im Wechsel allein liegt das Beständige, heisst es, aber gewisse Wechsel sind vielen Formel-1-Fans langsam ein wenig zu viel: Sie beobachten in Sorge, wie neue Austragungsort hinzukommen – meist zu Lasten europäischer Traditionsstrecken.
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Die Bedenken sind berechtigt: Imola wird es ab 2026 nicht mehr geben, Zandvoort über 2026 hinaus auch nicht mehr, in Spa wird nur noch alle zwei Jahre gefahren. Vollblut-Racer Max Verstappen sieht das alles mit Unbehagen. Der vierfache Formel-1-Champion sagt: "Es liegt in der Natur der Sache, dass sich das WM-Programm im Laufe der Jahre verändert. Aber ich finde, gewisse Strecken sollten einen Sonderstatus erhalten. Sie sollten der Tradition wegen einen festen Platz haben im Programm, ich spreche hier von Strecken wie Spa-Francorchamps, Zandvoort, Silverstone, Imola, Suzuka oder Interlagos." Verstappen hätte die Reihe noch fortsetzen können mit Monza, Red Bull Ring, Montreal, Mexiko und Melbourne. Die Formel 1 folgt dem Ruf des Geldes, siehe Saudi-Arabien und Katar, Miami und Las Vegas. Die vergangenen Jahrzehnte zeigen, wie sehr der GP-Sport sein Gesicht in Sachen Austragungsorte geändert hat. Der frühere BMW-Motorsportchef Dr. Mario Theissen hat einst vielen GP-Fans aus dem Herzen gesprochen: "Die Formel 1 muss eine Mischung bleiben aus traditionellen Rennstrecken und aufregenden neuen Kursen in Wachstumsmärkten." Als 2017 die Ära Bernie Ecclestone zu Ende ging, nahmen die Nachfolger als Formel-1-CEO, Chase Carey und Stefano Domenicali, andere Ziele ins Visier, darunter den Ausbau des WM-Programms in Asien, Nordamerika sowie im Mittleren Osten. Die GP-Saison 2025 ist so umfangreich wie nie – 24 WM-Läufe. Und die teilen sich so auf: Neun in Europa, sechs in Asien/Ozeanien, je vier in Nordamerika und im Mittleren Osten sowie ein Rennen in Südamerika. Wir wollen hier der Frage nachgehen, wie sich diese Anteile im Laufe der Jahre verschoben haben. 2015: Die richtige Mischung? Ein Blick ins WM-Programm 2015 zeigt, was sich in den vergangenen zehn Jahren verändert hat: Von 20 Rennen fanden damals acht GP in Europa statt, sechs in Asien/Ozeanien, drei in Nordamerika, eines in Südamerika sowie zwei im Mittleren Osten. Aber wie war das zehn Jahre zuvor? 2005: Einige Sorgenkinder Die WM bestand aus 19 WM-Läufen. Damals waren es jedoch zehn in Europa, fünf in Asien/Ozeanien, zwei in Nordamerika, einer in Südamerika und einer im Mittleren Osten. Damals noch im WM-Angebot, heute verschwunden: die Grossen Preise von Deutschland und Frankreich. 1995: Ganz anderes Bild 17 Rennen, die sich wie folgt aufteilten: Gleich elf Rennen in Europa (also 64 Prozent der WM, Anteil 2025 noch 37,5 Prozent!), drei in Asien und Ozeanien, nur eines in Nordamerika, zwei in Südamerika und basta. Im Mittleren Osten wurde damals von einem Grand Prix nur geträumt, die Südamerika-Tournee bestand aus Brasilien und Argentinien, in Japan gab es gleich zwei Grands Prix (neben dem fabelhaften Suzuka der eher peinliche TI-Circuit in Aida), und in Australien wurde damals in Adelaide gefahren, nicht in Melbourne. Die Europäer freuten sich über einen WM-Lauf in Portugal, zusätzlich zu den genannten Rennen auf europäischem Boden oder jenen WM-Läufen, die auch im aktuellen Programm enthalten sind. 1985: Schon damals kein New-York-GP Vor dreissig Jahren gab es 16 WM-Läufe. Mit elf von sechzehn Rennen lag der Anteil von Europa bei stattlichen 68,75 Prozent, ergänzt wurde die WM durch ein Rennen in Brasilien (damals in Rio), eines in Australien (erster Grand Prix des Landes im Rahmen der Formel-1-WM), zwei in Nordamerika (Strassen-GP in Detroit sowie Montreal) und eines in Südafrika. Gemessen an 2015 hat sich der Anteil der Rennen in Nordamerika gehalten, Asien/Ozeanien jedoch ist von 6,25% der Rennen auf 30 geschnellt! 1985 gab es einen Europa-GP in Brands Hatch – weil sich die Pläne für Strassen-GP in Rom und New York zerschlagen hatten. 1975: Asien, wo bist du? 14 Rennen der WM, zehn davon in Europa (= 71,43 Prozent Anteil). Dazu zwei Rennen in Südamerika, eines in Südafrika und eines in den USA. Von einem Rennen in Asien war nichts zu sehen: Der erste Japan-GP kam erst ein Jahr später (mit dem dramatischen Finale von Fuji zwischen Niki Lauda und James Hunt). 1965: Nur zehn Rennen Die Fans erhielten vor 50 Jahren eben mal die Hälfte der Rennen von 2015 serviert, also ganze zehn Grands Prix. Europa dominierte mit 70 Prozent, dazu gab es je einen Lauf in Südafrika, den USA und Mexiko. 1955: Der Witz Indy-GP Das Indy 500 gehörte damals zum WM-Programm, aber kaum ein europäisches Team reiste nach Amerika. Das Rennen hiess auch nicht USA-GP. Im Grunde könnten wir die Veranstaltung aus Sicht der Formel 1 glatt ignorieren. Abgesehen vom Argentinien-GP fanden die restlichen fünf Grands Prix alle in Europa statt. Genau: eine Saison, nur sieben Läufe (wenn wir Indy nicht rechnen, sogar nur sechs). Noch wilder: Die WM begann zwar schon am 16. Januar in Buenos Aires, dann aber mussten sich die Fans bis zum 22. Mai gedulden, um in Monaco einen weiteren Lauf zu erleben. Mit dem Monza-GP am 11. September war die Herrlichkeit schon vorbei.
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