Neue Ducati Panigale V2: Getunter Motor besser als die gedrosselte Version?
Der Bayer Philipp Öttl hat von Ducati einen Vertrauensbeweis erhalten, in dem er die neue Panigale V2 für die Supersport-WM 2027 entwickeln darf. Vieles deutet daraufhin, dass es zusammen weitergeht.
Nach Titeln von Nicolo Bulega (2023) und Adrian Huertas (2024) wird die Balance-Regel in der Supersport-WM heute derart angewandt, dass sämtliche Vorteile von Ducati dahin sind. «Wir holen unter diesen Regeln das Maximale raus und haben nur noch 70 Prozent Drosselklappenöffnung», schilderte Philipp Öttl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Da läuft nicht mehr viel Sprudel rein. Als Bulega fuhr, hatte er 83 Prozent Öffnung, er war auf den Geraden teilweise utopisch schnell. Aber davon ist nichts mehr da, das ist alles weg.»
Zwölf Teilnehmer pilotieren in der Supersport-WM 2026 eine Ducati Panigale V2, einige von ihnen sind sehr starke Fahrer in hervorragenden Teams. Doch nur fünf der bislang 16 Rennen wurden auf einer Ducati gewonnen: Drei von Jaume Masia und jeweils eines von Öttl und Alessandro Zaccone. Vorbei sind die Zeiten, als der Hersteller aus Bologna der Maßstab war, diese Rolle haben Yamaha und ZX Moto eingenommen. Das liegt aber nicht an der grundsätzlichen Schlagkraft der Ducati, sondern an der derzeitigen Balance of Performance.
Neue Regeln ab 2027
Für 2027 wird sich vieles ändern, dann wird
Öttl hat bislang drei Tests mit der 2027er-Ducati absolviert, die in der Serienversion nur 120 PS hat: Zwei im April und Mai in Misano,
Das erste Gespräch fand statt
Dass Philipp die neue Panigale V2 für die Supersport-WM 2027 entwickeln darf, ist ein gewaltiger Vertrauensbeweis von Ducati und dem Team Feel Racing. Vieles deutet daraufhin, dass es zusammen weitergeht – beide Seiten bestätigen die Intention dazu. Das erste Gespräch gab es im Rahmen des Mugello-GP Ende Mai, ein weiteres wird voraussichtlich nach der Sommerpause Anfang September in Magny-Cours stattfinden.
In Assen wurde dieses Jahr der erste gemeinsame Sieg gefeiert, drei weitere Podestplätze stehen seit 2025 zu Buche. In der Weltmeisterschaft ist Öttl zur Sommerpause mit 139 Punkten Sechster, von den Ducati-Fahrern ist nur Masia (195) als Dritter besser.
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