Euro Moto Superbike
Assen Superpole 2: Smits nutzt Heimvorteil, Tulovic und Schrötter Reihe 1
Der Gesamtvierte der Euro Moto Superbike steht für die beiden Rennen am Sonntag in Assen nur in der letzten Startreihe. Die Ursachenforschung ist simpel und deprimierend zugleich.
Nach wie vor im Kampf, zumindest um den Vize-Titel der Euro Moto Superbike, ist Florian Alt mit seiner HRP-Honda. Im Qualifying in Assen reichte es nur für Startplatz 10, was auf Grund des mickrigen Starterfeldes von nur 12 Fahrern gleichbedeutend mit der letzten Startreihe für die beiden Rennen am Sonntag ist. Solch eine magere Ausbeute von Florian Alt und dem Honda-Team Holzhauer Racing Promotion, zumal ohne offenkundige Probleme, sind enttäuschend und Grund genug zum Nachfragen. Im Vier-Augen-Gespräch mit SPEEDWEEK.com erläutert der 30-Jährige seine missliche Lage in Assen: «Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich in der IDM Superbike oder jetzt Euro Moto schon mal in der letzten Startreihe stand. Aber es gibt immer ein erstes Mal.»
Zur tiefgründigeren Analyse sagte er: «Assen ist für uns mit der Honda immer schwer. Die letzten Jahre war Assen immer eine sehr schwere Rennstrecke für uns, genauso wie der Nürburgring. Das hat mit den Grip-Verhältnissen zu tun, die einfach immer sehr niedrig sind. Das kommt uns nicht gerade entgegen. So ist heute auch dieses Ergebnis zustande gekommen. Was soll ich da noch groß dazu sagen?»
Wir finden einfach aktuell gar keinen Grip.Florian Alt
«Das Motorrad ist in Ordnung», versichert er. «Wir straucheln einfach nur am Grip. Wir finden einfach aktuell gar keinen Grip, das ist unser Hauptproblem. Ich kann machen, was ich will, und wir haben als Team viel daran gearbeitet, aber wir kommen diesbezüglich einfach nicht voran.» Sein Rückstand auf den Polesetter Twan Smits betrug am Ende von Q1 und Q2 1,8 Sekunden, was ‚Flo‘ allerdings relativierte: «Nach dem Regen bis Mittag war unser Q1 noch ein bisschen nass, sodass man das nicht direkt vergleichen kann. Die Zeiten sind dann ja noch weiter gepurzelt. Realistisch sind wir ein bis 1,2 Sekunden zurück, denn am Freitag sind wir ja auch schon schneller gefahren.»
Und was nimmt er sich bei dieser Ausgangslage für die Rennen vor? «Top-5 wird schwer», so der Plan des Honda-Piloten. «Wir werden versuchen, in Richtung Platz 6, 7 zu kommen. Aber ich sage die ganze Saison schon, dass, wenn wir ein richtig gutes Wochenende haben, wir ums Podest fahren können. Wenn wir ein normales Wochenende haben, wird es halt Top-5 und jetzt ist es halt ein schweres Wochenende. Also wundert es mich im Prinzip nicht.»
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