Oliveira über MotoGP-Nachwuchs: «Sehe keinen, der Marc herausfordern kann»
Für das ehemalige MotoGP-Ass Miguel Oliveira befindet sich derzeit unter den Nachwuchsfahrern kein herausragendes Talent, das es mit Marc Marquez aufnehmen kann. Zwei Piloten traut er aber einiges zu.
Von 2011 bis 2025 fuhr Miguel Oliveira in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Über alle Klassen hinweg holte der Portugiese 17 Grand-Prix-Siege, fünf davon in der MotoGP. 2015 wurde Oliveira Vizeweltmeister in der Moto3, 2018 schaffte er dies in der Moto2-WM. 2026 wechselte er in die Superbike-WM, wo er bei BMW unter Vertrag ist.
Oliveira kann auf einige schöne Erfolge und großartige Momente zurückblicken. Zudem ist er in seiner bisherigen Karriere schon gegen viele sehr talentierte Fahrer angetreten – allen voran Marc Marquez (Ducati). «Fahrerisch ist er der Größte aller Zeiten», fand Oliveira im Gespräch mit SPEEDWEEK.com anerkennende Worte für seinen einstigen Rivalen.
Marquez zeigt trotz körperlicher Probleme auch 2026 wieder beeindruckende Leistungen. Die starken Aprilia-Piloten Jorge Martin, Marco Bezzecchi, Ai Ogura und Raul Fernandez sowie VR46-Ass Fabio Di Giannantonio (Ducati) sind momentan seine größten Konkurrenten in der Meisterschaft.
Unter den jungen Nachwuchstalenten hingegen befindet sich für Miguel Oliveira keiner, der in naher Zukunft gegen MM93 um den Titel kämpfen wird können. «Es kommt zwar eine neue Generation, aber ich sehe momentan keinen, der Marc richtig herausfordern kann», ist Oliveira überzeugt.
Miguel Oliveira: «Acosta ist für mich der Stärkste»
Von den Fahrern, die kürzlich in die MotoGP aufgestiegen sind oder nächstes Jahr aufsteigen werden – zum Beispiel Diogo Moreira, David Alonso oder Daniel Holgado – sieht Oliveira keine Gefahr ausgehen. Dafür hält er große Stücke auf einen anderen Piloten, gegen den er letztes Jahr in der Königsklasse noch gefahren ist. «Acosta ist für mich der Stärkste. Er ist der Einzige, bei dem man erkennen kann, dass er anders ist», so Oliveira. «Beim Rest ist es bei allen das Gleiche. Auch Diogo ist ein großartiger Fahrer, aber er ist kein Acosta. Aber um es klarzustellen: Jeder von den Jungs ist sehr talentiert.»
Einem Fahrer aus der Moto3-WM traut Oliveira allerdings einiges zu: Maximo Quiles, der derzeit überlegen die Gesamtwertung anführt. Der 18-jährige Spanier wird auf seinem Weg von keinem geringeren als Marc Marquez begleitet. «Er ist der einzige junge Fahrer aus der Moto3. Aber es ist so schwierig, das zu beurteilen. Zudem ist es unfair, so viele Erwartungen und so viel Druck auf einen Nachwuchsfahrer auszuüben», betonte der 31-Jährige. «Man sieht es bei Rueda. Die Moto3-WM hat er dominiert, dann wechselte er in die Moto2, wo er jetzt leidet. Oder Collin Veijer – er war ein sehr schneller Moto3-Pilot, hat aber nicht dominiert. Dann wechselte er auf das Moto2-Bike ... ein weiters Beispiel: Izan Guevara – er war in der Moto3 fantastisch. In der Moto2 brauchte er zwei oder drei Jahre. Erst jetzt ist er stark. Es gibt da aber kein Schwarz oder Weiß.»
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